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21. Station: Besuch in der katholischen Kirche „Von der Verklärung des Herrn am 15.10.2021

 

Durch das große Fenster des Kirchraums ist der Glockenturm zu sehen, der schon von weitem an der Landsberger Allee auf die Kirche hier weist.

 

Beim Eintreten fällt der Blick auf den Altar und den an der Wand dahinter hängenden Gekreuzigten. Wie es dazu kam, ist eine extra Geschichte, erst recht die lange Leidensgeschichte des Kunstwerkes des Bildhauers Hans Perathoner, die auf der Gemeindewebseite beschrieben wird. Ursprünglich hing dort ein großer Wandbehang mit der Darstellung der Verklärung Jesu in sanftem Grün, der einen beruhigenden, freundlichen Anblick bot. So erzählt der heutige Anblick auch vom Mut des damaligen Pfarrers Peter Kaschubowski, diesem Werk hier in der Kirche wieder einen würdigen Platz zu geben.

 

Vorn im rechten Flügel des Raumes steht eine Marienstatue aus Lindenholz, die auch ihre eigene Geschichte hat, denn es war schwer zu DDR-Zeiten das passende Holz dafür zu erhalten.

 

 

Vorn im linken Seitenflügel ist die Taufkapelle. Die zwölf Leuchter erinnern an die zwölf Apostel. Die Gestalt Jesu und seines Jüngers Johannesist ein Bild der Liebe Gottes zu uns Menschen und des Vertrauens zu unserem Herrn.

 

 

An der linken Seitenwand sind in einem Bild aus Beton und Eisen die 14 Kreuzwegstationen plus zwei weitere zu sehen. Nach der Kreuzigung sind Blumen und zum Schluss die Erinnerung an Noah, der die Tauben fliegen lässt, ein Zeichen für das Leben und den Frieden, die Jesu Leiden und Sterben für uns hervorbrachten.

 

 

Zu fünf der Stationen gibt es auf der Webseite der Gemeinde eine eindrückliche Besinnung von Pater Kahmann, der Ende August hier verabschiedet wurde.

Der Künstler Werner Frischmuth selbst hat sich zusammen mit seiner Frau mitten ins Bildwerk als Beobachter mit hineingenommen. Er hält die Hand vor den Mund, seine Frau genießt es offensichtlich. Doch was zu sehen ist, ist Gewalt, Schmerz, Soldaten, Höhnische Geischter, an dem Gewand Jesu zerrende Hände, die um jeden Preis mehr haben wollen...

 

Wer sich Jesus zuwenden möchte, wie er zum dritten Mal gefallen ist, der muss sich bücken / kleiner machen und kann so ein wenig nachfühlen, was es für Jesus bedeutete, für Gott bedeutete, sich vor den Menschen so zu erniedrigen.

 

 

In der Gemeinde ist seit September Pater Steenken als Pfaarvikar. Wie seine beiden Vorgänger ist er Salesianer Don Boscos und wohnt im Don-Bosco-Haus (unserer 1. Station). So bleibt die enge Verbindung zur sozialen Arbeit dort erhalten. Die Gemeinde selbst wird ab 1. Januar 2022 mit den Gemeinden „St. Martin“, „Maria-Königin des Friedens“ und „Zum guten Hirten“ vereinigt und dann „Hildegard von Bingen“ heißen. Doch die Kirche hier behält ihren Namen „Von der Verklärung des Herrn.“