Beitragsseiten

 

47. Station:  Besuch des christlichen Kinder- und Jugendwerkes "Die Arche" Kinderstiftung in der Tangermünder Straße 7, 12627 Berlin am 26. September 2022, vormittags um 10 Uhr

 

ist 1995 durch Pastor Bernd Siggelkow hier in Hellersdorf gegründet worden und schon bald Deutschland weit bekannt geworden. Inzwischen gibt es sie nicht nur hier zu Lande, sondern auch in Warschau und eine in der Schweiz, insgesamt an 30 Standorten. Sie sind eigenständig, aber vernetzt durch die "Die Arche" Kinderstiftung Christliches Kinder- und Jugendwerk, die hier im Haus Tangermünder Straße 7 in der 4. Etage ihren Sitz hat. Auf der Webseite www.kinderprojekt-arche.de wird ausführlich unter dem Button „Transparenz über die Herkunft und Verwendung der Gelder informiert.

 

Über dem Eingang des ehemaligen Schulgebäudes sind Jesu Worte an seine Jünger zu lesen: „Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran!“ aus Matth. 19,14.

 

 

Als wir uns im Büro melden, dass wir als Pilgergruppe da sind, fällt uns der so farbenfroh und einladend gestaltete Türhinweis auf.

Wir wurden eingeladen in der 2. Etage im Hertha-Raum Platz zu nehmen. Da wir Gehbehinderte unter uns hatten, wurde als Fahrstuhl – ein Treppenlift herangeholt und genutzt.

 

 

Auch hier fielen die farbenfrohen Schilder über den Türen auf.

 

 

Warum Hertha und nicht Union? HerthaBSC hatte die Kosten für die Renovierung und Ausgestaltung dieses Raumes übernommen und lädt auch immer wieder Kindergruppen der Arche ein, kostenlos ein Fußballspiel anzusehen.

 

 

Viele Spiele liegen bereit, um hier miteinander seine freie Zeit zu verbringen.

 

Nachdem wir über die Geschichte, die Vision und die Arbeit der Arche informiert wurden und unsere Fragen beantwortet waren, konnten wir einen Blick in die einzelnen Räume werfen.

 

 

Die "Baustelle" war früher ein Computerraum und wurde während des Corona-Lockdowns zu einem Spielraum umgestaltet, indem mit Legos u.ä. etwas Schönes gestaltet werden kann.

 

Nicht nur an die Jungen wurde dabei gedacht. Auch wunderschöne Puppenhäuser stehen hier oben zum Spielen bereit.

 

Zuerst aber sollten sicher die Hausaufgaben gemacht werden. Wenn der Raum überfüllt ist, wird dies oben angezeigt.

 

 

Die Regeln, die hier zu beachten sind, stehen an der Tür:

 

 

Hier sieht es zuerst ganz nach Schule aus, doch etwas ganz Besonderes erwartet einen hinter der Tür links.

 

 

Eine große Weltkarte an der Wand hilft nicht nur bei den Hausaufgaben in Geographie, sondern auch einander zu zeigen, woher man selbst oder die eigenen Eltern nach Deutschland gekommen sind.

 

 

Im Nebenraum links stehen Computer und daneben befindet sich eine super gemütliche Ecke, wo vorgelesen wird. Damit auch alle die Bilder der Bilderbücher sehen können, werden sie vorher eingescannt und dann am Bildschirm vorn für alle in Groß gezeigt.

 

 

Ja, auch so etwas gibt es: Im Raum schräg gegenüber die „Gummizelle“, Die Regeln stehen an der Tür geschrieben.

 

 

 

Hier darf getobt werden, denn gerade nach den Hausaufgaben, aber auch nach den Wochenenden haben die Kinder einen besonderen Bewegungsdrang und nicht immer ist das Wetter so, dass sie den draußen auf dem Sport- oder Spielplatz ausleben können.

 

 

Dann gibt es den Bastelraum:

 

 

Hier stehen vielfältige Materialien zum Gestalten für die Kinder bereit.

 

 

 

Das Spielzimmer bietet viel Raum zur Bewegung, auch einen großen Bällepool hier gegenüber zum „Baden“.

 

 

 

Im Tanzraum mit seinen beiden Spiegelwänden wird nicht nur getanzt. Er bietet auch Platz für weitere musikalische und rhythmische Übungen.

 

 

Hier sind wir im Spielflur, der viel Platz bietet im Winter oder an Regentagen, um sich zu bewegen und zu spielen.

 

 

Der Blick aus dem Fenster zeigt links die Turnhalle und rechts die Baustelle, wo jetzt eine Kita für 80 Kinder gebaut wird. Denn es fehlen in Hellersdorf zurzeit 2000 Kita-Plätze.

 

 

Zu sehen ist auch der Sportplatz, der vielfältig genutzt werden kann.

 

Hier sind wir im Untergeschoss. In drei miteinander verbundenen Essenräumen bekommen die Kinder ein kostenloses Mittagessen und findet freitags ein Elternfrühstück statt.

 

 

Auch hier bei der Essenausgabe: So farbenfroh und freundlich wird „Guten Appetit“ gewünscht!

 

 

Vorher waren wir noch im Kleinkinderbereich, in dem Kinder von 8 bis 14 Uhr betreut werden, die keinen Kitaplatz haben. Doch es sieht hier aus wie in einer Kita:

 

 

Nach dem Mittagessen können die Kinder hier auch Mittagsschlaf halten.

 

Auch die Toiletten und Waschbecken entsprechen der Größe der Kinder.

 


Im Flur der ersten Etage fällt dieser Aushang auf, an dem allen Kindern gratuliert wird, die in dieser Woche Geburtstag haben. Das macht echt Arbeit bis ca. 60 Kindern, die jeden Tag die Arche besuchen und sich hier zu Hause fühlen.

 

 

All dies wird durch Spenden finanziert. Hier im Gang ein großer Aufsteller mit einem Dank an die Spender, die wie das Team hier „Kinder stark machen“ wollen.

 

 

Doch nicht nur um Kinder geht es, auch die Jugend hat ihren Bereich, der sich in der Gestaltung durch Graffiti von dem Kinderbereich total unterscheidet.

 

 

Hier ist freitags sogar bis 21 Uhr für die Jugendlichen geöffnet.

 

 

 

Zum Schluss dürfen wir noch die Turnhalle besichtigen. Hier findet neben den Sportangeboten dienstags die „Kidsparty“ statt, in der sie neben Spiel und Spaß auch Erzählungen aus der Bibel kennenlernen und so die christliche Motivation des Teams verstehen lernen.

 

Der bisherige Spielplatz musste wegen des Baus der Kita verlegt werden und ist darum gerade neu gestaltet worden.

 

 

Beim Weg aus dem Gelände zur Straße fällt dieses große Schild in die Augen:

 

 

Nachdem im Sommer die ganze Turnhalle für Sachspenden zugunsten der ukrainischen Flüchtlinge genutzt wurde und voll war, wird sie jetzt wieder, wie wir gesehen haben, für die Kinder genutzt. Aber auch Sachspenden können weiterhin abgegeben werden.

 

„Wie ein Freund und Vertrauter der Familie“ - so sei das Leben hier in der Arche, nicht nur für die Kinder, und Jugendlichen, auch für die Mitarbeitenden, die Fachkräfte, die vielen Ehrenamtlichen und für die FSJ-ler sagt uns Sina, die sich zwei Stunden Zeit für uns an diesem Vormittag genommen hat. Wir haben es gespürt.

Als wir nach Kindern mit schwierigem Verhalten fragen, sagt sie: „Hier nennen wir es kreatives Verhalten.“ Jeder Mensch sei einzigartig und darum müsse man sich auch kreativ auf ihn einstellen und mit ihm umgehen. Entscheidend sei, dass sich jeder geachtet und geliebt und zur Familie dazugehörig fühlen kann.