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Im März 2020 begannen wir unseren Marzahn-Hellersdorfer Emmaus-Pilgerweg. Nach und nach wollen wir möglichst alle christlichen Einrichtungen im Stadtbezirk aufsuchen und die verschiedensten christlichen Gruppen und Aktivitäten kennenlernen. 

Wir treffen uns an der Straßenbahnhaltestelle Wuhletalstraße (Nähe Mehrower Allee)
bzw. am Bus  oder direkt vor Ort.

Hier wird das Erlebte und Gesehene der Stationen 63 bis ...  kurz vorgestellt.
Zuerst sehen Sie hier den zuletzt erstellten Bericht:

 

83. Station am 2.11.2023:

 

Der "Christliche Förderverein der Freundschaft e.V." und seine Ukrainehilfe

im Gemeindezentrum

der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Marzahn/Nord

in der Schleusinger Straße 12, 12687 Berlin

 


Das lichter werdende und fallende Laub der Bäume ermöglicht jetzt im Herbst den Blick auf das Evangelische Gemeindezentrum Marzahn/Nord, wenn man von der Straßenbahnhaltestelle „Wuhletalstraße“ der M8+16 aus in Richtung der ehemaligen Landstraße Richtung Falkenberg schaut.

 

Der Weg führt am Grundstück der Gemeinde und dem Pfarrhaus entlang. Da fällt das seit einiger Zeit vor dem Haus aufgestellte große graue Zelt auf. Finanziert wurde es durch den Evangelischen Kirchenkreis Süd-Ost . Die Gemeinde Marzahn/Nord hat dem "Christlichen Förderverein der Freundschaft e.V." den Platz hier dafür zur Verfügung gestellt und unterstützt schon seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine Hilfstransporte dorthin und Flüchtlinge. Dabei geht es vor allem auch um die Unterstützung der vielen Binnenflüchtlinge in der Ukraine, die alles verloren haben und sich in der Fremde unter viel schwierigeren Bedingungen als hier in Deutschland wieder einen eigenen Hausstand aufbauen müssen.

 

Weil es früh dunkel wird, besichtigten wir zuerst das Zelt von innen. Alle Spenden sind schon sortiert worden und für den Transport vorbereitet. Über ein Dutzend Hilfstransporte wurden seit Beginn des Krieges durchgeführt.

 

 

Zurzeit werden insbesondere Wintersachen für die Ukraine gesammelt, aber auch Nützliches für ukrainische Flüchtlinge hier bei uns, die gerade eine Wohnung bekommen haben. So können auch Möbelstücke und Hausrat abgegeben werden.

 

Nicht nur eine Couch wurde schon gespendet, sondern zehn, rund 120 Stühle, 20 Schränke, Bettwächse, Gehhilfen, und vieles mehr. Eine Erleichterung für die Ehrenamtlichen ist es, wenn durch Kontaktaufnahme mit dem Verein über die im Gemeindeblatt angegebene Telefon-Nummer 0176-62181 888 ( auch Whatsapp) oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! das Abholen der Möbel abgesprochen würde, so dass sie gleich zu denen gebracht werden könnten, die sie benötigen. Schön ist es, wenn diejenigen, die etwas spenden wollen, wie jene, die etwas brauchen, an den Verein ein Liste einreichen.

 

Wichtig sind die Paletten, auf denen alles gelagert wird, denn bei Regen wird der Betonboden durch hereinfließendes Wasser feucht.

 

 

Auch Fahrräder und Laufräder für Kleinkinder wurden gespendet.

 

 

Im Anschluss an die Besichtigung des Zeltes saßen wir hier im Achteckraum des Gemeindezentrums bei Kaffee und Snacks beisammen. Frau Rothermel berichtete uns von der Gründung des Vereins vor einem Jahr und seiner Arbeit. Doch kann man schon bei diesen Hilfstransporten auf Erfahrungen durch eine mehr als zwanzigjährige Unterstützung von Kinderheimen und christlichen Gemeinden in der Ukraine zurückblicken. Die Unterschiede zwischen reich und arm sind in der Ukraine viel krasser sichtbar und spürbar als bei uns in Deutschland. So haben die Ärmsten an den Kriegsfolgen am meisten zu leiden. Davon erzählte uns Frau Rothermel konkrete Beispiele. Wir spüren, wie ihr als Sozialarbeiterin und Mutter von vier Kindern diese Arbeit ein Herzensanliegen ist.

 

 

Zum Schluss überreichten wir wie immer das Buch von Olivier Flleury „Jesus Celebration 2033. Das 2000 Jahr Jubiläum und die Auferstehung feiern“, luden ein, gemeinsam hier in Marzahn auf dem Weg dorthin zu sein, und dankten Frau Rothermel und ihrem Team für ihr Engagement, die freundliche Bewirtung und die Zeit, die sie sich für uns genommen hat. Ihre Gemeinde, die sonntags um 12 Uhr hier im Kirchsaal ihre Gottesdienste harmonisch in ukrainischer und russischer Sprache feiert, werden wir voraussichtlich im März besuchen und kennenlernen, wenn unser Pilgerweg wieder weiter geht.

 


 

 

63. Station am 22. Mai 2023: Gespräch mit dem Leiter der Kreuzbund-Gruppe „Kastanienallee“, einer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und ihre Angehörige - Bodo Schweppe

 

 

Der Kreuzbund Diözesanverband in Berlin e.V. ist ein Fachverband des deutschen Caritas-Verbandes. Diese Arbeit begann 1896 durch den katholischen Priester Josef Neumann in Aachen.

 

In unserem Stadtbezirk gibt es zwei dieser Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und ihre Angehörige.

 

Die Gruppe „Oberfeldstraßetrifft sich im Gemeindehaus von „Maria – Königin des Friedens“ in der Oberfeldstraße 58 – 60, 12683 Berlin montags von 19.00 – 20.30 Uhr.

 

Die Gruppe „Kastanienallee“ trifft sich im Stadtteiltreff Hellersdorf Nord der AWO, Kastanienallee 53, 12627 Berlin dienstags von 19.00 – 20.30 Uhr.

 

 

Ein Treffen mit der ganzen Gruppe hätte diese überfrachtet, da wir als Pilgergruppe auch meist Zehn bis Zwölf, öfter auch mehr sind. So waren wir dankbar, dass wir Herrn Schweppe auf seiner Arbeitsstelle treffen konnten: in der Fritz-Reuter Oberschule, Prendener Strasse 29 in Hohenschönhausen, wo er als Lehrer für Informatik montags eine Freistunde hat.

 

 

Die graue Fassade der Schule wirkt von außen wenig einladend, doch wenn man - wie wir - durch die offene Tür eintritt, sieht es gleich farbenfroher aus.

 

 

An den Wänden erzählen Bilder von den phantasiereichen Arbeiten der Schüler. Wenn dies unser Thema gewesen wäre, hätten wir uns gern dafür Zeit genommen, sie genauer anzuschauen.

 

 

Herr Schweppe lud uns ein, in seinem Arbeitsraum, dem Computerraum, Platz zu nehmen. Er geht auch in der Schule sehr offen damit um, dass er ein Alkohol- und Nikotin-Abhängiger ist (suchtkrank bleibt man sein ganzes Leben). Seit 19 Jahren ist er nun schon „trocken“ und Mitglied der Kreuzbundgruppe, anfangs in der Oberfeldstraße. Als die Gruppe zu groß wurde, mehr als 18, teilte sie sich und traf sich anfangs im Gemeindehaus Neufahrwasserweg und nun schon seit etlichen Jahren im Stadtteiltreff in der Kastanienallee.

 

 

Auf der Webseite des Kreuzbundes heißt es: „Der Kreuzbund ist offen für alle Menschen, die direkt oder indirekt von einer Abhängigkeit betroffen sind unabhängig von Konfession, sozialem Stand oder sexueller Orientierung.“ - Dafür ist Herr Schweppe ein Beispiel, denn er ist weder katholisch noch ein Christ. Drei Themen sind bei den Gesprächen dienstags nicht zugelassen: Politik, Glauben und Fußball! - Mission findet nicht statt.

 

Wir hier sitzen an Tischen im Kreis, bei den Gruppentreffen dienstags sitzen auch alle am Kreis, aber ohne Tische, denn es ist wichtig, dass auch für jeden die Körpersprache der anderen gelesen werden kann. Es geht darum, sich selbst zu reflektieren und von sich selbst zu reden. Auch wenn jemand die ganze Zeit schweigt, redet sein Körper. Solche Gesprächsrunden kennen die Teilnehmer von den Therapien in der Klinik. Zurück im Alltag gerät der Blick auf sich selbst schnell wieder ins abseits und doch ist er so wichtig.

 

Damit eine Gruppe über so lange Zeit stabil bleibt, ist es nötig, dass immer wieder Neue dazu kommen. So gehört das Vorstellen der Kreuzbundarbeit in der Suchttherapeutischen Abteilung des Vivantes-Klinikums Kaulsdorfzu den ständigen Aufgaben der ganzen Gruppe. Im Gespräch mit Herrn Schweppe schneiden wir noch manche anderen Themen an: Sucht als Krankheit, Alkoholkonsum als Teil unserer Kultur, Zahl der Suchtkranken, Ersatz einer Sucht durch eine andere, … - alles sehr wichtige und interessante Themen – für die Herr Schweppe ein wichtiger Gesprächspartner ist. Dankbar für das offene Gespräch mit ihm kehrten wir wieder nach Marzahn zurück.

 


64. Station am Sonntag, dem 4. Juni 2023: Besuch des Gottesdienstes der Gemeinde des Apostelamts Jesu Christi KöR im evangelischen Gemeindehaus Alt-Marzahn 61, 12685 Berlin

 

 

Auf unserer 53. Station hatten wir schon die Gemeinde des Apostelamts Jesu Christi KöR in Biesdorf kennengelernt. Die Marzahner Gemeinde ist für uns näher, doch hatten wir an einem Montag noch keinen Termin für einen Besuch vereinbaren können. Woran das lag, erfuhren wir in unserer Gesprächsrunde nach dem Gottesdienst. Deshalb vereinbarten wir nun einen Besuch des Gottesdienstes der Gemeinde sonntags um 10 Uhr. Er findet seit vielen Jahren im evangelischen Gemeindehaus schräg gegenüber der Kirche statt.

Mit diesem Schild am Gehweg, schon von weitem sichtbar, wird dazu eingeladen.

 

 

Beim Betreten des Gemeindehofes empfängt uns eine offene Tür.

 

 

Dort geht es nun die Treppe hinauf in den großen Saal.

 

 

Die hier von uns erlebte Gemeinde ist klein, aber geschlechter- und altersmäßig optimal, wie einer aus unserer Runde feststellte: zur Hälfte Männer, zur Hälfte Frauen, 8 Kinder. Auch noch weitere junge Familien gehören dazu, so dass die Gemeinde hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Für uns ungewöhnlich war es, dass vor Beginn des Gottesdienstes zwei Männer, die Diakone der Gemeinde den Altar „einrahmen“ - in stillem Gebet, was anregt, sich still auf das Folgende vorzubereitn.

 

Auf der linken Seite saßen vor allem die Chorsänger, begleitet am Klavier. Das Gesangbuch der Gemeinde hatten wir schon in Biesdorf uns näher angesehen. Es wird berichtet von dem sehr gesegneten Pfingsttreffen von Kindern, Jugendlichen und junge Familen und dem gemeinsamen Gottesdienst am Pfingstmontag mit der Biesdorfer Gemeinde. Der Bischof von Berlin Thomas Müller hielt die Predigt über den Römerbrief, Kapitel 8,12-16, in dem es u.a. heißt: „...welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder.“ Alles, was er sagte, sprach auch uns an.

 

Im Anschluss an den einstündigen Gottesdienst nahmen wir hier auf dem Hof vor dem Gemeindehaus Platz und waren mit dem Priester der Gemeinde Herrn Strauß, seiner Frau und Bischof Müller im Gespräch. Wir erfuhren, dass beide voll berufstätig sind, Priester Strauß als Radio-und Fernsehtechniker, Bischof Müller als Kfz-Meister. So haben sie montags wirklich keine Zeit, noch hierher zu kommen, denn auch die Arbeitswege sind weit. In unserem Gespräch ging es vor allem auch um seelsorgerliche Fragen, die uns alle bewegen. Dabei betonten beide Gesprächspartner, wie zentral für sie die Gewissheit eines Lebens nach dem Tode dank Jesu Jesu Tod und Auferstehung ist.

 


65. Station am 19. Juni 2023 – Besuch der Evangelischen Kita-Kaulsdorf
in der Dorfstraße 12 a, 12621 Berlin

Etwas irritiert standen wir vor dem Haus an der Straße hinter der Kaulsdorfer Kirche gelegen und fragten uns, ob dies hier der richtige Eingang sei. An der rechten Seite beginnt die Brodauer Straße.

 

 

Ein Blick über den Zaun zeigt, dass der Gebäudekomplex größer ist.

 

 

Auch ein Spielplatz ist zu sehen, wirkt aber etwas alt.

 

 

Zurück zur Eingangstür lesen wir die Schilder:

 

 

Ja, wir sind offensichtlich richtig.

 

 

Da kam auch schon die Leiterin Astrid Zepernick, ließ uns ein und erzählte uns den Grund des Aussehens des Hauses. Das ursprünglich auf diesem Gelände stehende Pfarrhaus war im Krieg total zerbombt worden. Das Gelände diente seitdem als Spielwiese für die Kinder des gemeindeeigenen Kindergarten, der sich ursprünglich im heutigen Gemeindehaus neben der Kirche befand und schon vor dem Kriege existierte. Erst 1999 wurde das Haus hier für die Kita gebaut, äußerlich aber zur Erhaltung des dörflichen Charakters den anderen Wohnhäusern hier ringsum angepasst und insofern auch nicht als Kita erkennbar. Innen ist es aber etwas ganz anderes.

 

Innen fällt unser Blick auf die Fotos der letzten 7 Wochen, eine spielzeugfreie Zeit, in der die Kinder sich ausschließlich mit Naturmaterialien und in der Natur beschäftigten.

 

 

 

56 Kinder im Alter von 1,5 bis 6 Jahren haben hier ein zweites Zuhause.

 

 

Von der Garderobe gelangen wir in diesen großen Saal, in dem der tägliche Morgenkreis und anderes für alle Kinder stattfindet. Die Mitte ist thematisch gestaltet.

 

 

Gerade wurden die ersten vier Tage der Schöpfungsgeschichte 1. Mose 1 erzählt.

 

 

Zuerst besichtigen wir den Raum der Sonnengruppe. Wie alle drei Gruppen sind die Kinder hier altersgemischt.

 

 

Der Blick fällt auf diese beiden so liebevoll zum Schlafen hingelegten Puppen – wohlgemerkt sind sie nicht aus Plaste, sondern aus Stoff.

 

 

Auch der Spielzeugherd und das Waschbecken sind aus Holz.

 

 

Korken und Muscheln laden dazu ein, mit ihnen etwas zu gestalten.

 

 

In der Regenbogengruppe geht es u.a. um Bienen.

 

Ein Bienenkorb hängt unter der Decke, wie auch große Bienen.

 

 

Nicht nur hier, auch die Gemeinde als ganze ist um den Schutz der Bienen bemüht, wie auf ihrer Webseite zu lesen ist.

In diesem Raum der "Wolkengruppe" fällt die Küchenzeile auf, die funktionierende Geräte enthält, mit denen die Kinder Essen zubereiten können.

 

 

In einem Nebenraum ist Platz zum Bauen

 

 

In einem weiteren Nebenraum befindet sich die Werkstatt, in der die Kinder Holz bearbeiten können.

 

 

Von jedem der drei Gruppenräume kann eine Terrasse betreten und genutzt werden. Die Bänke sind jetzt in der Schließzeit nach 17 Uhr mit Planen abgedeckt.

 

 

Draußen fällt ein Baumzelt auf.

 

 

 

Auch ein Beet gibt es, in dem Gemüse wächst, das mittels einer Kooperation von einem EDEKA-Geschäft gespendet wurde.

 

 

Dieser Spielplatz ist der „Räuberwald“.

 

 

Sehr gern spielen die Kinder auch auf diesem Holzplatz.

 

 

In der Mitte steht eine Kirche, besser das Original-Dach der Kirche nebenan, dass den im Krieg zerstörten Turm viele Jahre lang deckte, bis die Turmspitze 1999 wiedererrichtet wurde.

 


Sogar die damaligen Trägerbalken wurden so „gerettet“.

 

 

Darunter befindet sich eine Werkbank und dahinter Platz mit schwarzer Erde zu spielen, sprich „zu moddern“.

 

 

Hier werden die Dreiradfahrer auf die Endstation des Räubergartens hingewiesen.

 

 

Dort beginnt der zweite Spielplatz

 

 

 

Und daneben liegt noch ein dritter Spielplatz, der, den wir von der Straße aus gesehen haben.

 

 

Zum Schluss unseres Rundgangs weist uns Frau Zepernick noch auf die 2. Etage des Gebäudes hin. Dort befindet sich ein Turmraum, die Schlafräume für die Kinder und das Büro. Toll, was es hier in diesem „Bauernhaus“ alles zu entdecken gibt!

 


66. Station am 26. Juni 2023: Besuch des Schülerzentrums „Kraftwerk“ der Sozialdiakonischen Kinder- und Jugendarbeit
in der Adorfer Strasse 6, 12627

 

 

Am 23. April dieses Jahres wurde mit einem Tag der offennen Tür der 30. Geburtstag des Schülerzentrums „Kraftwerk“ gefeiert, wozu auch in der „Berliner Woche“ eingeladen wurde. Das Schülerzentrum teilt sich das Gebäude mit der evangelischen Kita „Regenbogen“, die wir auch noch besuchen wollen. Von der Nossener Strasse herkommend fällt zuerst der Schaukasten auf, der auf die Veranstaltungen im nahe gelegenen evangelischen Gemeindezentrum Hellersdorf in der Glauchauer Straße aufmerksam macht. Doch ist sie seit kurzem nicht mehr Träger der Kita, sondern der „Evangelische Kirchenkreis Süd-Ost“, und auch nicht Träger des Schülerzentrums, sondern dies ist die „Sozialdiakonische Jugendarbeit im Verbund e.V“, in dem u.a. auch der Kirchenkreis Mitglied ist.

 

 

Die offene Tür ganz am Ende des Gebäudes ist der Eingang zum „Kraftwerk“, das täglich von 14 bis 19 Uhr geöffnet ist.

 

 

 

Groß steht links davor an der Wand - für den, der es zu lesen versteht - "Kraftwerk".

 

 

Im Flur steht mit großen Buchstaben liebevoll „Krafti“ an der Wand .

 

 

So heißen auch die hier ausgehängten Regeln „Kraftiregeln“.

 

 

Die Räume werden je nach Bedarf und Gruppengröße umgeräumt und neu gestaltet. Wir besuchen zuerst den Raum für die Kinder.

 

 

Die jüngeren Schüler haben vor allem auch Lust auf Bewegung. Hier im Toberaum haben sie vielfältige Möglichkeiten dazu, aber auch sich Hütten zu bauen und zu spielen, wenn das Wetter Bewegung an der frischen Luft im Garten nicht zulässt.

 

 

Für die Jugend gibt es einen großen Raum mit Sitzecken , Spielen, einem Billiardtisch, einer Dart-Scheibe und auch einer Kochecke.

 

 

Dazu steht für sie ein Raum mit Theke zur Verfügung, in dem sie Party feiern und ganz selbständig üben können, was zur Organisation und Bewirtung dazu gehört.

 

 

Wenn es das Wetter erlaubt, lädt der vor zwei Jahren neu gestaltete Garten ein, sich draußen aufzuhalten, zu erreichen über diese Tür.

 

 

Viel Grün erwartet die Jugendlichen und Kinder hier, dank des Erhalts entsprechender Fördermittel vor 2 Jahren neu und mit dem Willen zu Nachhaltigkeit gestaltet:

 

- ein Sportplatz für Ballspiele... (ganz hinten im Bild)

 

 

- Sitzgelegenheiten zum zwanglosen Austausch,

 

 

- diese Pfosten mit Schatten spendendem Segeltuch darüber zum Anbringen von Hängematten,

 

 

- eine Tischtennisplatte

 

 

und diese Pfosten, die zum Anbringen von Slackelines gebraucht werden, auf denen balanciert werden kann.

 

 

Anschließend werden wir in die Kellerräume geführt, wo an der Tür zum Kaffee eingeladen wird, ein Hinweis neben Kita und Schülerzentrum auf die dritte Aktivität in diesem Haus: die Ausgabestelle von „Laib und Seele“ der Kirchengemeinde Hellersdorf, deren Besucher sich hier stärken können.

 

 

Davon erzählen auch die hier ausliegenden und an Ständern hängenden Kleiderspenden. Der Raum wirkt noch größer durch die Spiegelwand. Hier im Keller hat die Jugendarbeit in diesem Haus mal angefangen. Die Spiegel dienten für Tanzübungen.

Wir nahmen am Tisch Platz, um mit den Mitarbeitern über ihre Arbeit im Gespräch zu sein, so auch darüber, inwieweit durch diese Arbeit die christliche Motivation der Mitarbeitenden für die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern deutlich wird.

 

Der sozial-diakonischen Jugendarbeit der Evangelischen Kirche ging es nie darum, Mission zu betreiben. Sie sahen die (innere) Not der Kinder und Jugendlichen, die nach der Schule nicht wussten und wissen, wohin mit sich und sich darum herumtrieben und „Dummheiten machten“, so seit den 70er Jahren auch schon in der DDR. Für sie wollten sie da sein und sie sinnvoll beschäftigen und ihnen Gemeinschaft und gegenseitiges Kennenlernen in geschützten Räumen ermöglichen, so auch der Gründer des „Kraftwerks“, der Diakon Detlef Schmidt vor 30 Jahren.

 

 

 


67. Station am 3. Juli 2023: Besuch des Theodor Fliedner-Heims in Mahlsdorf-Süd in der Schrobsdorffer Straße 35/36, 12621 Berlin

 

 

Hier ist der dritte Standort der Evangelischen Gemeinde Mahlsdorf neben der Alten Pfarrkirche und der Kreuzkirche, die südlichste Kirche in unserem Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf. So riet uns die BVG-App – für unseren bisherigen Pilgerweg sehr ungewöhnlich - , mit dem X 69 Bus bis zum S-Bahnhof Köpenick zu fahren und von dort mit der Tram 62 bis zum Erich-Baron-Weg. Dann hieß es einmal rechts und einmal links abbiegen und schon sahen wir den Kirchturm.

Anlässlich der Inbetriebnahme neuer Bronzeglocken am Reformationsfest 2019 gab es eine Sonderausgabe des Gemeindeblatts mit Fotos und einem geschichtlichen Rückblick auf das Theodor-Fliedner-Heim von Kuno Göing, der auch uns zusammen mit Pfarrer Peter Neudorf von der Geschichte und Gegenwart berichtete ( s. auch zur Geschichte bis 2012: https://www.kirche-mahlsdorf.de/Seite/gemeindeleben-im-theodor-fliedner-heim-1937-2012 und: http://www.kirche-mahlsdorf.de/theodor-fliedner-heim.)

 

 

Warum heißt diese Kirche „Heim“ und nicht „Kirche“, war eine unserer Fragen. Ab Oktober 1920 zählte Mahlsdorf zu Groß-Berlin und wuchs schnell. Doch der Bau einer Kirche wäre unter den Nazis nicht genehmigt worden, so entschied man sich für den Namen „Heim“. Bis auf die Fenster überstand alles den Krieg, so dass wir die Originaleinrichtung sehen.

 

 

Das Kreuz war zwischenzeitlich durch einen Wandbehang ersetzt worden, der nun im Gemeinderaum hängt, denn die Gemeinde wünschte sich das Kreuz zurück.

 

 

 

 

Das Holz des Altars, des Pults und der Liedtafeln ist inzwischen stark gedunkelt.

 

 

Auch die Stühle waren so dunkel geworden. Da entschloss man sich sie in einer Behindertenwerkstatt zum Abschleifen in Auftrag zu geben. Dabei zeigte sich, dass jeder Stuhl gesondert behandelt werden musste, sonst passten die Teile nicht mehr zusammen. Sie sind also Einzelanfertigungen.

 

 

Auf der Taufschale ist am Rand zu lesen: "Matth. 10,15: Wer das Reich Gottes nicht annimmt als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen“ und mehr in der Mitte: "Mahlsdorf-Süd Dezember 1937" sowie: „Liebe Frauen und Mütterhände gaben dem Theodor Fliedernerheim diese Spende“.

 

 

Neu ist die große Orgel, die 2012 die alte ersetze. Durch sie sind hier jetzt Konzerte möglich, die gern auch von Kirchenfremden besucht werden.

In einer kleinen Ausstellung wird die Geschichte der Glocken erzählt. So kann man auf diesem Bild sich durch Drücken der Schalter die Töne der alten Orgeln noch einmal anhören, aufgenommen von einem von Glocken begeisterten Jugendlichen. Er wurde in die für die Planung der Arbeiten eingesetzte Kommission aufgenommen und konnte so sein Wissen einbringen.

 

 

Die neuen Glocken wurden von der selben Firma gegossen, die schon 1937 den Guss besorgte . Die Fahrt dorthin wurde mit einem Besuch in der Partnergemeinde verbunden.

 

 

Am Erntedanksonntag 2019 empfingen rund 200 Menschen die festlich geschmückten Glocken.

 

 

Nach dem Kirchraum besichtigen wir den großen Gemeinderaum, der für vielfältige Zwecke genutzt wird.

 

 

So ist hier auch eine Malgruppe zu Hause, deren Werke die Wände schmücken. Aber auch die 95 Thesen Luthers von 1517 sind dort zu lesen.

 

Auch eine Küche steht zur Verfügung.

 

 

In dem etwas kleineren Gemeinderaum ist an der Stirnseite der Wandbehang zu sehen, der zeitweise über dem Altar hing: Jesus rettet die Jünger auf dem stürmischen See Genezareth, ein Bild, was das Gefühl der Nachkriegsjahre wiedergibt.

 

 

Auf der Seite gegenüber hängt ein großes Hungertuch von „Brot für die Welt“.

 

 

An der Wand daneben hängt diese Reliefdarstellung des Namensgebers des Hauses Theodor Fliedner, ein Geschenk bei der Einweihung. Er war der Begründer der Kaiserswerther Diakonie. Auch hier im Haus wohnte in den ersten Jahrzehnten eine Gemeindeschwester und ein Diakon.

Der Blick durch die offene Tür zurück fällt direkt auf den Altar. Über der Tür hängt ein Relief Martin Luthers.

 

 

 

Ein Blick in die entgegengesetzte Richtung zeigt eine weite grüne Wiese, die zum Spielen und Feiern einlädt, ideal für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde, die sich hier zur Christenlehre und Jungen Gemeinde treffen.

 

 

Der Schaukasten am Eingang zum Grundstück erzählt von den vielfältigen Veranstaltungen hier im „Heim“ - einer Heimat nicht nur für Gemeindeglieder, sondern – so möchte man es – auch offen für alle Mahlsdorfer, für gemeinschaftliche Aktivitäten, persönliche Feiern ... und jeden Sonntag zum Lob Gottes im Gottesdienst.

 


68. Station: Besuch am 31. Juli 2023 bei den neuen Eigentümern des Grundstücks Schönagelstraße 14, 12679 Berlin „Glaubenteilen e.V.“ und in ihrem Begegnungszentrum Marzahn

 

Am 26. Oktober 2020 waren wir hier schon einmal und besuchten die Kirche43 in ihrem neuen Domizil, die Gemeinde mit der und in deren Räumen wir unseren Empfang zur Eröffnung der Dekade der Vorbereitung der Jubiläumsjahre 2030 - 2033 am 22.02.2020 gefeiert hatten. Im Mai mussten sie die Räume im Einkaufszentrum Hohensaatener Str. 18 wegen des geplanten Neubaus verlassen. Von dem anstehenden Kauf und die notwendigen Bauarbeiten hier in der Schönagelstraße aber nahmen sie dann doch Abstand. So wurde die Gemeinde zum Jahresende 2021 in einem sehr bewegenden Gottesdienst in ihrer Muttergemeinde, der Lukas-Gemeinde aufgelöst.

Inzwischen wirkten Jonathan und Steffi Borau hier in Marzahn schon als Evangelisten und erfuhren davon, dass das Grundstück zum Verkauf anstand. Von den Wundern, die dazu führten, dass sie sich entschlossen, den Verein „Glaubenteilen“ zu gründen, das nötige Geld zum Kauf der Grundstücks zu erhalten und Handwerker zu haben, die die nötigen Arbeiten übernahmen, erzählte uns nun Jonathan. Hier auf dem Foto ist er zusammen mit seiner Frau Steffi zu sehen.

Das T-Shirt, auf dem „Jeliebt“ steht, hat er auch heute an. Dass er aus dem Erzgebirge stammt, ist ihm nicht anzumerken, so gut hat er das Berlinern inzwischen gelernt. Als studierter Sozialarbeiter mit Berufserfahrung in Nordrhein-Westfalen, ist es seine und seiner Frau Anliegen, „Menschen eine Sehnsucht nach dem lebendigen Gott ins Herz zu pflanzen“, wie es auf einer Karte heißt, die er gern verteilt.

Doch zurück zum Anfang: Hier der Eingang des Grundstücks

Man sieht, es sind noch Bauarbeiten im Gange. Das Dach wurde erneuert.

Im Schaukasten steht in der Mitte der Satz: „Du bist jeliebt“ mit dem Zusatz „de“, also dem Hinweis auf die entsprechende Webseite, die auch für weitere Informationen per dem her gezeigten QR-Code mit dem Handy leicht aufgerufen werden können, nämlich die Webseite www.jeliebt.de/begegnungszentrum.

Im August ist zum Teil Sommerpause. Der nächste Gottesdienste findet am 20. August um 10.30 Uhr statt, dies in Kooperation mit der „diekreative e.V.“.
Am 7. und 21. 08. ist wieder der Zumba Workshop und am 17.08. beginnt ein neuer Kurs: „First Steps2.

Beim Eintreten ins Haus fällt der Blick links auf eine Sitzecke und rechts auf den Tresen, auch ein Geschenk, von dem uns Jonathan erzählt, wie wunderbar es Gott gefügt und ihren Wunsch erfüllt hat.

Auf ihm stehen für uns Getränke bereit.

Um einen größeren Raum für die Kinder zu haben, wurde die Küche ins Foyer verlegt, so dass den Besuchern stets gleich ein Kaffee oder ein anderes Getränk angeboten werden kann. Die neue Küche ist schon fast fertig.

Beim Eintreten ins Haus fällt der Blick auf dieses echte Gemälde:

Gottes Geist über den Hochhäusern von Marzahn – so deuten wir es.

 Im Kirchraum ist für uns ein Stuhlkreis gestellt, doch wir sind anfangs nicht so viele und bleiben in der Sitzecke. Dafür können unsere mitgebrachten Kinder hier solange spielen, wie wir reden.

 Am Eingang steht ein Regal mit Bibeln:

Auch Arabische sind dabei und in anderen Sprachen. Jeder und jede ist hier willkommen.

Der neu eingerichtete, nun große Kinderraum wird auch für Gruppengespräche genutzt.

Doch auch Kinder haben hier schon ihre Spuren hinterlassen.

Zurück im Foyer fallen die vielen so schön und professionell gestalteten Karten auf, darunter auch Geldscheine mit „1 000 000 Euro“ und auf der Rückseite mit der Frage „Was wäre wenn dieser Schein echt wäre?... Würden eine Million Euro dein Leben verändern?“ und der Antwort: „Vielleicht für kurze Zeit...“ Es folgt eine zweite Frage: „Was wäre, wenn es einen lebendigen Gott gibt, zu dem du eine persönliche Beziehung haben kannst?“ Es folgt ein Hinweis auf die Möglichkeit zu Jesus zu beten...

Auf einem zweiten, etwas kleineren Eine-Million-Geldschein steht die Frage „Echt? Wann erhält ein Geldschein seine Bedeutung?“ - mit einem sehr interessanten Gedanken zu dieser Frage.

Auch hier auf beiden Scheinen steht unten in der Ecke wieder ein QR-Code, der dieses Mal auf die Seite https://www.gott-suchen.com führt, auf eine weitere Webseite, auf der Steffi und Jonathan häufig gestellte Fragen über den Glauben thematisieren. Außerdem finden sich hier viele Interviews von Menschen, die Gott erlebt haben.

 

 

 


69. Station am 6. August 2023:

Besuch des Gottesdienstes der Roma-Gemeinde um 15 Uhr im Gemeindehaus
der Freien Evangeliumschristen Gemeinde

Ludwig-Renn-Strasse 39, 12678 Berlin

 

Da wir einen Gottesdienst besuchten und uns der Raum und das Gebäude schon von unserem Besuch hier 2020 bekannt waren, haben wir nicht fotografiert. Auch war so ein Trubel durch die hereinstömenden Gemeindeglieder mit ihren Kindern, dass an ein ruhiges Gespräch nicht denkbar war.

Normalerweise finden die Gottesdienste der Gemeinde in Romanes statt, der Sprache der Roma und Sinti, aber für uns wurde meist russisch gesprochen. Wir setzten uns in die letzte Reihe, wurden aber nach vorn in die erste und zweite Reihe gebeten.

In den Reihen lagen russischsprachige Gesangbücher, aus denen das erste Lied gesungen wurde, ein Lob- und Danklied. Nach der ersten Predigt folgte ein gemeinsames freies Gebet, so voller Inbrunst und immer stärker und lauter werdend, wie es in Pfingstgemeinden üblich ist. Es endete mit dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser, so auch ein Gebet gegen Ende des Gottesdienstes.

 

Die ca. 20 bis 30 anwesenden Kinder wurden nach vorn gebeten und dann ebenso für sie gebetet, bevor sie zu ihrem eigenen Gottesdienst den Saal verließen.

 

Zum Glück hatten wir mal in der Schule Russischunterricht, so dass wir einiges verstanden, und war unsere Vereinsvorsitzende dabei, die für uns das Wichtigste übersetzte.

 

Der Gottesdienst dauerte exakt zwei Stunden, vier Männer predigten, darunter zwei Jugendliche. Alle sprachen frei, die Bibel vor sich liegend und aus aus ihr zitierend, mit kräftigen Stimmen und aus vollem Herzen, das spürten wir. In der letzten Predigt ging es um die Heilung des aramäischen Feldhauptmanns Naaman durch den Propheten Elisa in 1. Könige 5,1-14, um seine Enttäuschung, dass der Prophet ihn nicht empfing und die Hände auflegte, um ihn von seinem Aussatz zu befreien, sondern aufforderte, siebenmal im Jordan unterzutauchen. Als er es aber dann doch auf Zureden seines Dieners machte, wurde er geheilt. Warum sieben Mal Untertauchen, fragte der Prediger. Ja, wir erwarten, dass Gott uns sofort hilft und so wie wir es uns vorstellen. Aber Gott erwartet von uns das Vertrauen, dass er uns auf seine Art hilft und heilt.

 

Zwischen den Predigten sangen einzelne Männer ins Mikrophon. Ein Jugendlicher rezitierte einen langen Text zu passender Hintergrundmusik. Immer wieder stimmte die Gemeinde in den Ruf ein: „Halleluja“ bzw. „Amin“, war also voll dabei.

Mit einem auch in unseren evangelischen Gemeinden üblichen Klingelbeutel wurde für die Beerdigung eines Gemeindegliedes in Moldawien in den Reihen Geld gesammelt. – Dieser Zweck erzählte von der Fürsorge der Gemeindeglieder untereinander.

 

Immer wieder hörten wir in den Predigten das Wort „Сердце“ - „Herz“ - Gott sieht unser Herz, er kennt es besser als wir selber. - Ja, das Herz der Anwesenden wurde berührt, das spürten wir ganz stark am Schluss des Gottesdienstes, als sich alle von einander verabschiedeten und auch uns herzlich die Hand zum Abschied reichten.

 

 


70. Station am 13. August 2023:

 

Biblischer Vortrag im Christlichen Gemeindetreff
Warener Straße 5, 12683 Berlin

 

Im Haus 3B, nahe der Einfahrt zum Meon-Park, einem Gewerbegebiet am Blumberger Damm neben dem Unfallkrankenhaus, ist in einem Fenster des Erdgeschosses zu lesen:

Glaube an den Herrn
Jesus Christus
und du wirst errettet werden


Christen laden ein

Sonntag: 11.30 Uhr Biblischer Vortrag
Mittwoch: 19.30 Uhr Gebets- und Bibelstunden

Gäste sind herzlich willkommen!“

Dann steht da noch: „Kontakt – und eine Telefonnummer, kein Name, kein Amt, denn die Gemeinschaft hier lehnt alle Ämter ab. Es gibt also keinen Pastor, keinen Ältesten, keine Diakone...

 

 

An der Tafel neben der Tür steht ganz unten: "Christlicher Gemeindetreff Raum 1220".

 

 

Diesen Raum findet man beim Eintreten gleich links: eine blaue Tür mit einem weißen Zettel gleichen Inhalts wie im Fenster, daneben ein kleines Kästchen mit Heftchen „zum Mitnehmen“.

 

 

Der Raum ist schmucklos, ein ehemaliges Küchenstudio, hinter dem Vorhang befindet sich eine Küchenzeile. Der Tisch dient als Altar und wird im Gottesdienst mit einer weißen Tischdecke optisch hervorgehoben. Nach dem Gottesdienst deutet nichts mehr darauf hin, kein Kreuz, kein Symbol – und dies nicht aus Sparsamkeit, sondern entspricht dem Glaubensverständnis, der Ablehnung aller „menschlich-religiös“ erscheinenden Einrichtungen und Organisationen.1

 

 

Als wir gegen 11.15 Uhr hier eintreffen, ist die Gemeinde schon versammelt und hat gerade eine Pause nach dem Abendmahlsgottesdienst, der um 10 Uhr begann. Außer unserer Gruppe sind ca. 30 Erwachsene unterschiedlichen Alters und sechs Kinder hier. Im Gespräch nach dem biblischen Vortrag erfuhren wir, dass die Gemeinde ca. 50 Glieder hat und 10 Kinder, die wegen der Ferien aber jetzt nicht alle da sind.

Die Männer und Jungen sitzen zumeist vorn auf den Stühlen seitlich vom Altar, die Frauen, Mädchen und auch wir in den Stuhlreihen vorn im Bild, denn die Gemeinde zählt sich zu der Brüder-Bewegung, die zu Beginn des 19. Jhdts. in Irland und Großbritannien begann und sich dann bald auch in Deutschland und vielen anderen Ländern ausbreitete.

 

Wir erleben kräftigen mehrstimmigen Gemeindegesang und staunen darüber, dass es für die Texte dieser Lieder ein Büchlein mit Übersetzungen sowohl ins Englische wie Französische gibt, so dass Gäste mitlesen können, was gesungen wird.

Im Vortrag geht es um für die Gemeinschaft wichtige Bibelstellen, so um:

  • Matth. 16, 15-19 - das Petrusbekenntnis

  • Matth. 18,20: Wo zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, da ist er in ihrer Mitte;

  • Matth. 23,8-10 - allein Jesus Christus ist der Lehrer und Meister - die Jünger aber sind allesamt Brüder

  • Apg. 11,26: in Antiochia nannten sich die Jünger zuerst Christen



    In einem kleinen Heftchen, das uns mitgegeben wurde, konnten wir ihre Bedeutung für die Gemeinde noch mal nachlesen: Christen – das reicht als Name.

An diesem 13. August wurde dies anhand der Geschichte der Gemeinde eindrücklich illustriert. Am Sonntag vor 62 Jahren konnten die Ost-Berliner Gemeindeglieder auf einmal nicht mehr zu ihrem Gottesdienst in der Bergstraße gelangen. Ihre Zulassung als eigene Gemeinde durch die Ost-Berliner Behörden, war schwierig, da sie bewusst auf einen Namen verzichten und für alle Christen offen sein wollen, auch kein eigenes Bekenntnis haben, sondern die Spaltung der Christenheit überwinden wollen. Zudem war es schwer, einen Raum für die Gemeinde zu finden. Doch die Landeskirchliche Gemeinschaft machte es möglich, danach die Stadtmission, in deren Gnadenhütte in der Malmöer Straße im Prenzlauer Berg sich viele Jahre die Gemeinde traf. Dann wurden die Räume für einen Second-Hand-Laden der Stadt-Mission gebraucht und wieder begann die Suche. Nun trifft sich die Gemeinde schon seit 22 Jahren hier im Meon-Park in Marzahn und sieht darin göttliche Fügung und Wegführung und ist dankbar dafür.

 

In der 3. Etage dieses Hauses im Meon-Park, hielt etliche Jahre auch die Christ Faith Tabernacle- Kirche, die jetzt am Kurfürstendamm 102 zu Hause ist, ihre Gottesdienste.

 

1So im Heft „Christen ohne jeglichen Namen?“ Hrsg. Vom Ernst-Paul-Verlag 67433 Neustadt, S. 15

 


71. Station am 21. August 2023:

 

Evangelische Regenbogenkita
Adorfer Str. 8, 12627 Berlin

 

 

Vor dem noch aus DDR-Zeiten stammenden Kita-Gebäude steht ein Schaukasten mit Angeboten der Evangelischen Kirchengemeinde Hellersdorf in der nahe gelegenen Glauchauer Straße.

 

 

Auf dem Schild neben der Eingangstür wird sie als Träger der Einrichtung genannt, doch hat vor nicht langer Zeit ein Trägerwechsel an den Kirchenkreis Berlin Süd-Ost stattgefunden. Trotzdem bleibt die Verbindung zur Kirchengemeinde, die gegenseitigen Besuch und das Feiern der christlichen Feste.

 

Das Geländer um den Eingang ist mit den Regenbogenfarben gestrichen, doch der Eingang selbst ist etwas ungewöhnlich: Man muss die Treppe nach unten gehen.

In der linken Tür des ursprünglichen Haupteingangs ganz rechts am Gebäude ist zwar der Name der Kita eingraviert, sie ist aber verschlossen und ein Schild weist auf den linken Eingang.

 

 

Wir erfahren, dass der Grund dieser Verlegung des Eingangs die Zahl der Einbrüche und das wiederholte Betreten der Einrichtung durch fremde Personen war.

 

 

 Der Regenbogen ist ein biblisches Symbol für Frieden und dafür, dass Gott die Welt trotz der Untaten der Menschen nicht zerstören wird. Auch die Heizkörper im Flur tragen seine Farben.

An der Wand des Treppenhauses hängt dieses Bild mit all dem, was die Arbeit einer Erzieherin – und inzwischen auch von Erziehern - beinhaltet: Da steht zum Beispiel groß: Zuhörer, Einschlafhilfe und Geduldsengel, Popo-Pfleger, Streitschlichter und vieles mehr.

 

 

In einem Atelier stehen viele Farben und Malutensilien für die künftige Kunstgalerie in den Fluren bereit.

 

 

 Hier ist schon ein Beispiel zu sehen.

 Die Gruppenräume sind alle schön aufgeräumt. Die Kinder sind unten im Garten.

 

 

In diesem Raum sind die Ältesten, die gerade in der „Vorschule“ hier willkommen geheißen werden.

 

 

„Lernen ist immer und überall wichtig“ steht auf diesem Plakat, das zeigt, was alles dazugehört.

 

 

140 Kinder lernen hier spielen und sprechen und vieles mehr. Das ist alles nicht selbstverständlich. Sie kommen inzwischen aus den verschiedensten Herkunftskulturen. Deutsch zu lernen ist für viele wichtig, für andere wiederum, dass überhaupt viel mit ihnen gesprochen wird. Am Wochenende und Nachmittag sind sie zu viel den elektronischen Spiel- und Unterhaltungsmöglichkeiten überlassen. Das heißt auch, dass sie sich viel zu wenig bewegen und sich oft ihre motorischen Fähigkeiten nicht altersgemäßentwickeln konnten.

 

 

Dieser Baum ist wohl für die Eltern gedacht und erklärt: „So lernen Kinder“ - durch: Liebe, Erkennen, Vorbilder, Erforschen, Hören, Nachfragen, Riechen, Erkennen, …. und darunter der Spruch: „Unsere Aufgabe besteht nicht darin, Kinder zu belehren, sondern sie zu verzaubern.“

 

 

Die Kinder sind in Gruppen ihrem Alter entsprechend untergebracht. 30 sind es bis zu 3 Jahren.

 

 

Zu jedem Gruppenraum gehört ein Schlafraum und ein Garderobenraum

 

und natürlich eine Toilette.

 

 

Hier ein Foto von der für die Kleinsten, da sind sie auch am kleinsten.

 

 

Hier der Raum der Spatzengruppe.

 

 

Das große Gelände hinter dem Haus mit seinen hohen, Schatten spendenden Bäumen wurde in der Corona-Zeit dank von Fördermitteln völlig neu gestaltet.

 

 

 

Auf dem Tor oben steht: „Traumzauber-Garten“ .

 

 

Dazu bietet das Gelände viele Möglichkeiten zum Spielen und sich zu bewegen.

 

 

Wir erleben, wie die Kinder mit solchen großen Plaste-Kisten sich ihre Häuser bauen. Auf den breiten Wegen können sie wunderbar mit den verschiedensten Fahrzeugen dahinsausen.

 

 

Die Arbeit für die Erzieher ist in den letzten Jahren nicht leichter geworden, vor allem weil überall gut ausgebildete Fachkräfte fehlen. Nicht nur hier, auch im Jugendamt, in den Beratungsstellen, bei den Kinderärzten und Therapeuten, um den Kindern die Unterstützung zu geben, die sie benötigen, um „schulreif“ zu werden. Doch wenn sie hier einen schönen Tag erleben – ohne alle elektronischen Medien mit viel Bewegung, einen Tag, an dem viel mit ihnen gesprochen wird, an dem sie merken, dass auch frisches Obst und Gemüse schmeckt und nicht nur Süßigkeiten und Riegel, dann war die Mühe nicht umsonst. Ein Dank an alle, die so mit Herz sich unseren Kindern widmen!

 


 

72. Station: GEBEWO Soziale Dienste Berlin mit ihrem Angebot :“Ambulante Dienste Ost“  und
"
Verbundwohnen Marzahn-Hellersdorf"

in der Heidenauer Straße 21-23, 12627 Berlin-Hellersdorf

 

 

Vom U-Bahnhof Hellersdorf gut zu erreichen, kommt man durch diese Tür hier in zwei Einrichtungen der GEBEWO, die zum Verbund der Diakonie gehört:

 

  • Zu " Ambulante Dienste Ost“ – Aufsuchende Sozialarbeit für Menschen, die sich in schwierigen sozialen Lebenslagen (gemäß § 67 SGB XII) befinden und

  • "Verbundwohnen in Marzahn-Hellersdorf, Eingliederungshilfe gem. §78 SGB IX i.V.m. § 113 SGB IX,
    Betreutes Einzelwohnen und mehrere Wohngemeinschaften für wohnungslose, alkoholabhängige Menschen.

GEBEWO - das hört sich für uns Marzahner mehr nach Degewo an, das „führende Wohnungsunternehmen Berlins“ - so auf deren Webseite1 - Die Verwechslung kennen die Mitarbeitenden . GEBEWO wurde 1994 gegründet und stand damals für „Gesellschaft zur Betreuung Wohnungsloser“.
 

 

Beim Eintreten fällt der Blick auf dieses Plakat, das bei der Eröffnung dieses Beratungs- und Betreuungszentrums vor 12 Jahren von den Gästen mit guten Wünschen gestaltet wurde.

 

 

Frau Tietze, die Einrichtungsleiterin des Therapeutischen Verbundwohnens empfing uns hier in diesem großen Raum, in dem sehr viel Kreatives in die Augen fällt.

 

 

So zum Beispiel sieht die Eingangstür aus.

 

 

Wir erfahren, dass die farbenfrohen Gemälde hier nach Vorlagen gemalt werden. Suchtkranke Menschen haben selten Erfolgserlebnisse und oft auch wenig Frustrationstoleranz. Das soll sich hier ändern. Ein Bild kann immer wieder übermalt werden, wenn es nicht gelungen ist und am Ende sieht es dann aus wie aus einer Gemäldegalerie.

Hier wurde aus gesponserten Fliesenresten, ein in der Holzwerkstatt gebauter „Berliner Hocker“, mit einem Mosaik verziert.

 


 

„Ich hab's geschafft“ - steht über diesem Pinbrett mit vielen kleinen Zetteln der Erfolgs – kleinen und größeren, wie eine eigene Wohnung bekommen zu haben. Auch ein Arztbesuch kann so ein Erfolg sein.

 

 

Auch Körbe werden hier geflochten.

 

 

Oben auf dem Regal fallen diese so fröhlich gestalteten Haustürme ins Auge.

 

 

Im Büro nebenan werden hier und in der Holzwerkstatt Erstelltes aufbewahrt - für den Stand beim Alt- Kaulsdorfer Weihnachtsmarkt, ein ganz besonderes jährliches Ereignis, auf das man sich sichtlich schon freut.

 

 

Auch hier hängt so ein schönes Gemälde an der Wand hinter dem Schreibtisch.

 

 

und ein zweites über der Sitzecke.

 

Beim Besichtigen der Räume fällt uns eine zweite so schön gestaltete Tür auf.

 

 

und noch diese Gemäldegalerie,

 

 

deren andere Wand mit einem Berlin-Panorama geschmückt ist.

 

26 - zumeist Männer - werden zurzeit im Rahmen des „Verbundwohnens“ durch die Mitarbeitenden hier betreut, Menschen die es nicht schaffen, abstinent zu werden bzw. zu bleiben. Diese wohnen in eigenen Wohnungen oder Wohnungen, die von der GEBEWO angemietet wurden. Jeder hat ein Einzelzimmer und lebt darin selbstbestimmt. Hier in den Räumen der Heidenauer Straße 21/23 haben sie die Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben, zu sinnvollem Tun und zu Einzel- wie Gruppengesprächen, was auch hilft, den eigenen Alltag zu strukturieren.

Die Mitarbeitenden der Ambulanten Dienste sind da, um Mietschulden und den drohenden Wohnungsverlust vermeiden zu helfen, und offen für jeden, der mit diesen oder ähnlichen Existenzproblemen kommt. Dabei helfen die guten Beziehungen zu den Mitarbeitenden des Sozialamtes und auch zu Wohnungsunternehmen.

 

Wir spüren: Grau sieht es draußen vor dem Eingang aus und oft auch im Leben derer, die Hilfe benötigen, aber hier drinnen, da wird Hoffnung gemacht und Lebensfreude vermittelt, der Blick auf das Schöne im Leben und was ich selbst schaffen kann. Dass dies ein langer, langer Weg ist, mit vielen kleinen Schritten und oft auch Rückschlägen, das weiß man hier und gibt trotzdem nicht auf, sondern bleibt dabei.

Auch wenn hier nirgends außer dem Hinweis auf den „Verbund der Diakonie“ ein christliches Symbol zu sehen ist und die Kirchenmitgliedschaft auch nicht Voraussetzung für eine Anstellung ist, so spüren wir doch, dass hier im Geiste Jesu gearbeitet wird, dem vorgeworfen wurde: „Siehe, dieser Mensch ist ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder!“ (Lukas 7,34).

Er hat sich trotzdem nicht davon abhalten lassen, auch mit diesen Menschen und gerade mit ihnen zu reden, mit ihnen bei Mahlzeiten zusammen zu sein und ihnen so Gottes Liebe zu bezeugen. Und so ist auch dieser Zweig diakonischer Arbeit, von dem wir hier hören, ein typisch christlicher.

 


 

73. Station am 5. September 2023: Die Adventgemeinde der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
im Evangelischen Gemeindezentrum Marzahn/Nord, Schleusinger Strasse 12, 12687 Berlin

Bei wunderschönem Wetter saßen wir auf der Wiese draußen auf dem Hof des Gemeindezentrums und Karin Schulz, die Leiterin der Gemeinde erzählte uns sehr persönlich, wie sie vor 40 Jahren als Außenstehende auf der Suche nach einer Gemeinde war und wie sie durch die Herzlichkeit der Gemeindeglieder zur Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten fand (so hießen sie in der DDR). Sie berichtete uns von der weltweiten Gemeinschaft, die ihre Zentrale in den USA hat und wie sich dies in ihren Gottesdiensten zeigt, wo inzwischen regelmäßig etliche Gemeindeglieder aus Nigeria und anderen afrikanischen Ländern anzutreffen sind.

Der baptistische Prediger William Miller (1782–1849) aus Massachusetts errechnete für die 1840er Jahre die Wiederkunft /den Advent Jesu Christi. Als dieses Ereignis ausblieb, spaltete sich die durch ihn entstandene Bewegung, breitete sich als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten weiterhin weltweit aus und hat heute mehr als 20 Millionen Mitglieder. In Deutschland betreibt die Freikirche zahlreiche Krankenhäuser, denn Gesundheit ist eines ihrer zentralen Anliegen. Sie unterhält mit ADRA e.V. eine weltweit tätige Hilfsorganisation, die Projekte in der Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit durchführt.

Die Marzahner Gemeinde engagiert sich seit vielen Jahren für die Aktion „Kinder helfen Kinder“ des Hilfswerks. So wird dafür auch in diesem Jahr wieder im November hier im Gemeindezentrum Spielzeug gesammelt und werden Pakete gepackt werden, die dann mit Lkws in Länder Osteuropas wie Bulgarien und Albanien gebracht werden. Frau Schulz plant in diesem Jahr mitzufahren. Sie erzählte uns, was alles bedacht und organisiert werden muss, damit die Aktion gelingt. Zuerst gehen Engagierte in die Schulen, erzählen von dieser Aktion und bitten die Kinder, ihr Spielzeug durchzusehen, womit sie aus Altersgründen nicht mehr spielen. Die Spenden werden dann sortiert, so dass die Pakete sowohl etwas für einen Jungen wie für ein Mädchen enthalten.

 

Im Handarbeitskreis „Nadel und Faden“, der immer montags nachmittags zusammen mit der evangelischen Gemeinde angeboten wird, werden Mützen und Schals für diese Pakete gestrickt.

 

 

Die Gemeinde hält schon seit dem Eröffnungsjahr des Gemeindezentrums 1989 hier immer sonnabends vormittags ihre Gottesdienste. Dabei hängt dann vor dem Pult dieser schöne Behang, der von dem erzählt, was ihnen besonders wichtig ist: Die Erwartung des Wiederkommens Christi, die Heilige Schrift, Frieden und das Festhalten an alttestamentlichen und jüdischen Ordnungen, insbesondere am Sabbat-Gebot.

Frau Schulz berichtet uns auch von dem eigenen Fernsehsender der Adventisten, dem „Hope Chanel“, der rund um die Uhr weltweit zu empfangen ist. Auf unsere Frage erzählt sie von der Theologischen Hochschule zur Ausbildung von Pastoren und Sozialarbeitern in Friedensau bei Magdeburg.


Damit verbinden Etliche aus der Gemeinde schöne Erinnerungen.

 


74. Station am 10. September 2023: Besuch der Versammlung von Jehovas Zeugen im Königreichssaal Alberichstraße 29, 12683 Berlin-Biesdorf

Die Alberichstraße in Biesdorf liegt parallel zur viel befahrenen Köpenicker Straße, wo wir an der Bushaltestelle Elsenalle ausstiegen.

 

 

Schräg gegenüber vom Gemeindezentrum Süd der Versöhnungsgemeinde Biesdorf biegt man in die Dankratstraße ein. Dort steht es groß an der Hauswand:

 

Auf der Wiese steht ein Schaukasten mit den Versammlungszeiten, links auf Deutsch und rechts auf Russisch.

 

 

Auf dem Plakat ist das Titelblatt des Wachturms zu sehen, der auch uns mitgegeben wird und die Frage stellt „Was ist Gottes Reich?“ - Im Heft wird erklärt, was Zeugen Jehovas darunter verstehen. Die Texte darin sind auch auch im Internet zu finden.

Auf Russisch wird darauf hingewiesen, dass eine Teilnahme an den Versammlungen auch per Internet und Zoom möglich ist und zwecks Anmeldung wird eine Telefon-Nummer genannt. Auf Deutsch werden die Themen des „Öffentlichen Vortrags“ vom nächsten Sonntag und das Thema vom heutigen genannt: „Verändert die Wahrheit mein Leben?“

 


Im Eingangstor des Grundstückszauns kann man sich ein Flyer mitnehmen „Die Bibel. Was für ein Buch ist das?“

 

 

Groß an der Hauswand ist die Internetadresse zu lesen. Aus 1081 Sprachen kann man auf dieser Webseite seine eigene Sprache für Informationen auswählen. In 210 Sprachen sind digital Bibeltexte bis hin zu ganzen Bibelausgaben dort zugänglich.

Daneben stehen groß die Zusammenkunftszeiten donnerstags bzw. mittwochs und sonntags.

 

 

Der helle freundliche Saal bietet ca. 150 Menschen Platz, ist gut gefüllt und technisch bestens ausgestattet. Auf dem kleinen Bildschirm am Pult kann der die Versammlung leitende Älteste alle sehen, die per Zoom dabei sind und auch sie einbeziehen.

 

Nach einem Lied „Bleibt standhaft“, dessen Text an die Wand gestrahlt wird, und einem Gebet, hielt ein Kreisältester aus Oranienburg einen Vortrag über die Liebe in der Ehe und Versuchungen in der Umwelt. Nach einem weiteren Lied, wie es in der Studienausgabe des "Wachturms" für den 14. August bis 10. September für den heutigen Tag vorgeschlagen wird, wurde der dort abgedruckte Text1 abschnittsweise von einem Ältesten vorgelesen und vom moderierenden Ältesten die dort unten kleingedruckt stehenden Fragen an die Versammlung gerichtet. Darauf meldeten sich immer etliche der Anwesenden. Er kannte alle mit Namen! Viele hatten den Text auf ihrem Handy bzw. Tablet vor sich, andere das Heft und sich dort schon etliches angestrichen und Bemerkungen dazu geschrieben, vor allem auch, die dort angegebenen Bibelsprüche schon durchgelesen. Zwei Männer gingen mit langen Stangen, an denen ein Mikrophon befestigt war, durch die Reihen, so dass jeder, der die Fragen beantwortete, gut zu verstehen war. „Wie uns Gottesfurcht schützt“ war das Thema und im Mittelpunkt standen Verse aus dem Buch der Sprüche 9,13-18 und dann 9,1-.6. Alle Fragen bezogen sich auf den gelesenen Text im "Wachturm" und dienten dazu, ihn genauer zu betrachten.

Zum Schluss wurde, wie dort vorgeschlagen, das Lied gesungen „Was für ein Mensch sollte ich sein?“ und mit einem Dankgebet die Versammlung beendet.

Besonders beeindruckt waren wir, wie herzlich wir von so vielen Mitgliedern begrüßt und auch verabschiedet wurden. So viele Hände hatten wir lange nicht geschüttelt, so viele fröhliche, strahlende Augen lange nicht gesehen. Und eingeladen wurden wir, wieder zukommen.

Wir spürten, hier kommen die Anwesenden gern zusammen und freuen sich darauf, einander wieder zusehen. Seit 1994 haben sie diesen Königsreichssaal in Biesdorf.

 


75. Station am 18. September 2023: Der Religionsunterricht am Wilhelm-von-Siemens-Gymnasium
in der Allee der Kosmonauten 134, 12683 Berlin-Biesdorf

 
 Als wir um 15.15 Uhr hier im Eingangsbereich des 1995 eingeweihten Gymnasiums trafen, strömten die Schüler hier gerade aus dem Tor.

 

 

Im Eingangsbereich des rechten Gebäudes fällt der Blick auf den Namensgeber Wilhelm von Siemens (1855-1919), der seit 1888 im Schloss Biesdorf wohnte.

Für Marzahner Schüler durch die Straßenbahn M8 bestens zu erreichen, liegt die vor ca. 20 Jahren neugebaute Schule doch auf Biesdorfer Gebiet.

 

Auch auf diese Portraits fällt der Blick, wie auf viele andere schöne Kunstwerke der Schüler an den Wänden der Flure und in Vitrinen.

 

Auch viele sportliche Auszeichnungen wurden von den Schülern schon mitgebracht!

 

 

Durch einen der langen, farblich freundlich gestalteten Gänge und eine Treppe gelangten wir in die 3. Etage zu dem Raum, in dem uns Frau Fichtner als Religionslehrerin empfing, ein technisch bestens ausgestatteter ganz normaler Klassenraum, in dem unterschiedlicher Unterricht stattfindet. Der bisherige Religionsunterrichtsraum wird zurzeit für die ukrainischen Schüler und Schülerinnen benötigt.

 

 

Eingestimmt wurden wir durch zwei Videos, die im Rahmen des Unterrichts entstanden sind, zuerst eins über „Engel in Marzahn“ und ein zweites – hier im Bild, wie Mitschüler einem Jungen zeigen, dass er in seiner Traurigkeit und dem Gefühle der Sinnlosigkeit des Lebens nicht allein gelassen wird. Zum Schluss ist er in einer ganzen Gruppe fröhlich unterwegs, Mit diesem Film haben die Jugendlichen sogar einen 1. Preis im Bundeswettbewerb „Suizid ist nicht die Lösung“ gewonnen.

Frau Fichtner gab uns ein Arbeitsblatt zum Thema Hoffnung, dass sie gerade mit den Schülern bespricht und erzählte uns, was Schüler darauf geantwortet haben.

 

Schreibe im Stil des vorangegangenen Textes (von Susanne Niemeyer – K.D.) deinen eigenen kurzen Text mit deinen Hoffnungen“ steht auf der Rückseite. Sie las uns vor, was ein Schüler geschrieben hat. Das war sprachlich gekonnt und sehr eindrücklich.

 

Das Thema “Hoffnung“ lässt auch schon an die große Weihnachtsfeier am 20. Dezember denken. Das Projekt „Kultur des Helfens vor unserer Tür“ zugunsten von KiLeLe wird zum 14.Mal von den Religionsschülerinnen und Schülern durchgeführt, von Kolleginnen und Kollegen aus dem Kunst- und Musikbereich, Jugendlichen von KiLeLe und allen, die das Projekt unterstützen. Da stehen gelegentlich Eltern oder Großeltern auf der Bühne, Kolleginnen oder Kollegen und SuS, die ihr Können präsentieren für einen guten Zweck.

 

 

Nicht christliche Missionsarbeit ist die Aufgabe des evangelischen Religionsunterrichts, sondern zu informieren und die Kinder und Jugendlichen auf ihrem Lebensabschnitt hier in der Schule zu begleiten. Die (elektrische) Kerze auf dem Lehrertisch vorn ist Frau Fichtner wichtig: Licht und Hoffnung für das Leben sichtbar zu machen, die Denkmöglichkeiten der Schüler zu weiten. Dies geschieht nicht nur durch Gespräche im Klassenraum, sondern auch bei Ausflügen und Besuchen von Kirchen, Synagogen, Moscheen, Friedhöfen und anderem mehr. Wir spüren ihre Liebe zu ihrer Arbeit, den Jugendlichen und ihren Wunsch, ihren Glauben zu bezeugen ohne sich aufzudrängen.

Wie auf jeder Station unseres Emmaus-Pilgerwegs bedankten wir uns u.a. mit dem Buch „Jesus Celebration 2033. Das 2000-Jahr-Jubiläum der Auferstehung feiern“ von Olivier Fleury und haben dazu eingeladen, gemeinsam auf dem Weg zu sein.

 


76. Station am 25. September 2023:
Katholische Kita St. Martin

Giesestraße 43, 12621 Berlin-Kaulsdorf

 

 

Von der Straße her ist dieser große Spielplatz der Kita zu sehen.

Auch eine Wasserspielanlage (Bildmitte) ist für die Kinder sich an warmen Tagen vorhanden.

 

 

Hinten ermöglicht ein Xylophon mit Klängen zu spielen.

 

 

Am Eingang zur Kita und zum Gemeindehaus laden diese großen Container ein, dem Kolping-Werk -Diözesanverband Berlin Kleiderspenden für gute Zwecke mitzubringen.

Geradezu geht es zur Eingangstür des Gemeindehauses und der Kita.

 

 

Hier über der Heizung stehen die Infos für die Eltern und heften die Kinder beim Ankommen ihr Kärtchen an, um zu zeigen, wo sie sind. Heute sind bis auf die Kleinsten alle unterwegs bei einem Ausflug zum Tierpark.

 

 

Der Blick durch die Tür fällt auf das Kreuz an der Wand. Darunter steht: „Ich bin ein Vorschul... - äh ich bin ein Gotteskind. Leano“.

 

 

Links daneben steht hier im Garderobenraum dieser schöne Schrank.

 

 

Auch an seiner Seite lassen diese Kindersprüche einen wieder schmunzeln: „Kannst du das bitten schmieren?“ „Das ist doch schon geschmiert.“ „Dann kannst du es bitte kaputt machen“ „... du meinst durchschneiden.“

 

 

An der Wand hängt dieses Plakat: „Achtung Kinderperspektiven – Mit Kindern Kita-Qualität entwickeln“ - und entsprechenden Hinweisen für Erzieher und Eltern.

 

So schön sieht es zum Klettern und Spielen im ersten Gruppenraum für die altersmäßig gemischte Gruppe aus.

 

 

Auch hier kann man wieder Kinderaussprüche lesen: So z.B. „Mein Pferd heißt Schlappauge. Also mit Vornamen Schlappauge Pony“. Daneben ein Feenbild – auch solche Phantasiewesen aus Kinderbüchern haben hier ihren Platz!

 

 

Auf der gegenüberliegenden Seite kann man kuscheln, aber auch klettern und in den Park schauen.

 

So schön sieht es im Toilettenraum aus!

 

 

Auch hier wieder lustige Sprüche, so einer von Darek: „Oma war zu Besuch. Deswegen habe ich Zucker und deswegen muss ich die ganze Zeit pullern.“

 

 

Hier sind wir im Gruppenraum der Einjährigen, die gerade in einem Stuhlkreis mit ihrer Erzieherin sitzen und erzählen.

 

Ein weiterer Raum dient den größeren Kindern vor allem zum Basteln, Malen und Bauen.

 

Auch der große Gemeindesaal kann mitgenutzt werden. Im Moment stehen hier am Rand diese Dreiräder und ein Stapel Matratzen für den Mittagsschlaf der Kinder.

 

 

Dann gehen wir die Treppe hinauf, die an Afrika denken lässt.

 

Oben im Haus befinden sich die Büroräume für die Kita-Leitung und zwei Gruppenräume, die künftig auch für die Kita genutzt werden sollen. Doch der Umbau und Anbau einer Fluchttreppe ziehen sich in die Länge, denn das ganze Gebäude samt Garten steht unter Denkmalschutz.


In einem den Räume hängt dieses Werk, das das Projekt der Vorschulkinder vom letzten Jahrgang zeigt: eine Piratenreise z. B. zu den Weihnachts- und Osterinseln, mit Basteln und Gestalten... und zum Schluss zur Schatzinsel.

 

 

An diese Reise erinnern auch die beiden Piratenschiffe.

 

 

Hier ein Blick in den zweiten Gruppenraum, der auch für Kommunionsunterricht genutzt wird.

 

Zum Schluss erhalten wir noch alle dieses Flyer, deren Text auch auf der Internetseite der Pfarrgemeinde zu finden ist und so schön das beschreibt, was die Kita-Leitung hier den Kindern geben möchte. „Wohlfühlen im Nest, Flügge werden im Alltag“. 30 Kinder werden hier betreut, darunter auch Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, die in Pflegefamilien aufgenommen wurden. Nicht nur die Kinder sollen sich hier wohlfühlen, auch die Erzieherinnen, die durch die vielen Kindersprüche in den Räumen sicher immer wieder zu einem Lächeln motiviert werden.

 


 

77. Station am 1. Oktober 2023:

 

Der Gottesdienst der Evangelischen Freikirche Leuchtturm

in der Chemnitzer Str. 5, 12621 Kaulsdorf

 

An der viel befahrenen Ausfahrtstraße Berlins, der B1, liegt gegenüber vom alten Dorf Kaulsdorf ein Industriegebiet, in dem die vor 4 Jahren in Hoppegarten gegründete Leuchtturm-Gemeinde nun seit 2 Jahren aus einem ehemaligen Autosalon ihr Gemeindezentrum erstellt hat.

 

 

Das große Banner mit den Hinweisen auf den Eingang, den Gottesdienst dieser evangelischen Freikirche sonntags um 10.30 Uhr und die Internetseite leuchtturm.info ist von der Straße aus gut zu sehen.

 

 

Die Tür steht offen und auch hier zeigte uns ein Schild, dass wir richtig sind. Drinnen wurden wir freundlich begrüßt und erhielten ein Flyer mit dem Ablauf des Gottesdienstes.

 

In dem hellen, freundlichen Saal mit dieser Bühne haben mindestens 100 Personen Platz. Trotz des längeren Wochenendes, an dem viele verreisen, war der Saal sehr gut gefüllt. Wir schätzten, dass die Hälfte Kinder waren. Die andere Hälfte waren zumeist junge Eltern .

 

 

An der großen Leinwand wurde die Zeit bis zum Beginn des Gottesdienstes mit Minuten und Sekunden angezeigt. Bis auf die Feier des Abendmahls ist er auf der Internetseite der Gemeinde mitzuerleben, so auch die Predigt von Alexander Benner über:

 

 

Er sprach offensichtlich aus eigener Erfahrung, mit welchen Versuchungen Eltern durch das Vergleichen ihrer Kinder mit denen anderer konfrontiert sind, hochmütig zu urteilen bzw. stolz zu sein über das angeblich selbst Erreichte. Die Bibel schenkte ihm diese Orientierung.


Die Kinder von der 1. bis 3. Klasse gingen vor der Predigt zur Sonntagsschule, für die ein Raum des „Europäisches Bibel Trainings Centrum"
hier in der Nähe genutzt werden kann.

Rechts vom Eingang geht es durch einen Flur zu einem zweiten Kinderraum, in dem während der Predigt die Kinder von 3 bis 6 Jahren ihre Sonntagsschule haben. Im Flur ermöglicht dieser Bildschirm, den Gottesdienst zu verfolgen, so wenn Babys gefüttert werden.

 

Die Kinder fühlen sich offensichtlich zu Hause und nutzen die Räume weiter, während die Erwachsenen hinten im Gottesdienstraum an Stehtischen im Gespräch sind, Kaffee trinken und sich (wie die Kinder) von den bereitstehenden Snacks und an dem Kuchen bedienen.

 

 

Auf dem großen Bildschirm stehen die Treffen und Veranstaltungen der nächsten Woche.

 

 

Ein Büchertisch hat ein reichhaltiges Angebot zu Fragen der Kindererziehung, Vater- bzw. Muttersein und Ehefragen, sicher auch etliche aus dem eigenen Verlag wie Übersetzungen aus dem Amerikanischen.

 

 

An der Eingangstür zum Saal stehen Schriften zum Mitnehmen, so auch zur Kindererziehung.

Wir verließen den Saal dieses Mal durch die offene Tür zur Chemnitzer Straße, die näher an der Bushaltestelle liegt und wir beim Ankommen übersehen hatten.

 

 


 

78. Station am 9. Oktober 2023:


Das Haus Erntekranz der Tiele-Winkler GmbH
am Mylauer Weg 1, 12627 Berlin-Hellersdorf

Von der Straßenbahnhaltestelle U-Bahn Hellersdorf gelangt man durch den Park hinter der U-Bahn-Brücke geradewegs zu diesem 1999 eingeweihten Haus, in dem 41 Bewohner*innen mit vorwiegend geistiger Behinderung im Alter von 21 bis 85 Jahren wohnen und mit viel Liebe und Engagement betreut werden.


 

 

Vor dem Haus steht ein Kleintransporter, auf dem der Träger des Hauses steht: die Tiele-Winckler GmbH, benannt nach der Gründerin diakonischer Einrichtungen und der Schwesternschaft „Friedenshort“ Eva von Tiele Winckler (1866-1930) in Schlesien. Seit 1957 sind die Diakonissen in Freudenberg im Siegerland/Nordrhein- Westfalen und seit 1946 schon im Brandenburgischen Heiligengrabe zu Hause. So gehört die Tiele Winckler GmbH zusammen mit der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort und Evangelische Jugendhilfe Friedenshort GmbH zu „Friedenshort" und zum Verbund der Diakonie. Diese verschiedenen Namen und das große damit verbundene Netzwerk können verwirren, sind aber bis heute von Eva von Tiele-Winckler geprägt, die großen Wert darauf legte, dass die Betreuten in familienähnlichen Wohngemeinschaften leben.

 


 

Vom hinteren Ausgang der U-Bahn Hellersdorf aus sieht man zuerst diese Seite des Hauses  mit dem Atelier-Eingang.

Von dem, was hier an Werken entsteht, ist einiges in den Fenstern zu sehen.

 

 

Wir werden von der Leiterin des Hauses Kerstin Gentsch in diesem schönen hellen Raum empfangen und mit Getränken bewirtet. Hier findet u.a. einmal monatlich eine Andacht für die Bewohner und Bewohnerinnen statt, die von der Gemeindepädagogin der evangelischen Kirchengemeinde Barbara Jungnickel gestaltet wird, aber auch Disko-Veranstaltungen und vieles mehr.

 

Mittels Mitbestimmungs- und Beteiligungsmöglichkeiten werden die Bewohnerinnen und Bewohner weitestgehende einbezogen in die Gestaltung ihres Alltags und ins gesellschaftliche Leben allgemein. So wird in den Wohngruppen gemeinsam gekocht und jede Wohneinheit ist eine „Welt“ für sich, in die nicht jeder andere einfach so rein kann. Etwa die Hälfte der Bewohner arbeitet in einer Behindertenwerkstatt, wohn sie morgens hingefahren werden.

Frau Gentsch erzählt uns auch von den anderen Wohngruppen im Stadtbezirk, die von der Tiele-Winckler GmbH betreut werden: in der Märkischen Allee, der Ludwigsfelder Straße und der Giesestraße 1 bei St. Martin. Insgesamt werden 61 Behinderte durch ca. 60 Mitarbeitende betreut. Mitgliedschaft in einer Kirche ist nicht mehr Bedingung für eine Arbeitsstelle hier, aber die Anerkennung des christlichen Menschenbildes.

 

Auf dem Weg durch den Flur wie im ganzen Haus sind die Werke der Bewohner im Kunstatelier ausgestellt.

 

 

Doch nicht nur hier, sondern auch in der Pyramide Hellersdorf und anderen Orten haben die Bewohner schon ihre Werke ausgestellt.

 

 

Nicht nur mit diesen Gemälden zeigen sie ihr Können. Ganz begeistert sind sie auch beim Mitmach-Zirkus Bombastico dabei, wie er gerade in St. Martin wieder stattfinden soll.

 

 

Beim Abschied wollten wir noch einen Blick in das Musikatelier werfen, aber da sang gerade eine Bewohnerin so sehr schön mit Begleitung am Keybord. Da wollten wir nicht stören.

 


 

79. Station am 16. Oktober:

 

Die Kiita  St. Konrad von Parzham
in der Ahrensfelder Straße 79-81, 13057 Berlin

Am nordöstlichen Rand von Marzahn-West fallen beim Vorbeifahren stadtauswärts eine Reihe von Zweifamilienhäusern auf, die ein gemeinsames relativ flaches Satteldach haben und in der Mitte deutlich, meist farblich als getrennte Wohnungen zu erkennen sind. Sie wurden hier als Stadtrandsiedlung Marienaue in den Jahren 1932 bis 1940 von der katholischen Gemeinnützigen "Baugesellschaft Mariengarten AG“ erbaut. 1939 wurde beschlossen, anlässlich des 25jährigen Priesterjubiläums des Bischofs Konrad Graf von Preysing die Kirche zu bauen. Im April 1939 war die Grundsteinlegung, ein Jahr später wurde sie dem St. Konrad von Parzham gewidmet und eingeweiht. 1979 wurde die Siedlung dem neuen Stadtbezirk Marzahn zugeordnet, während die Kirche auf dem Gebiet des Stadtbezirks Weißensee lag, später dann zu Hohenschönhausen gehörte und nun im Stadtbezirk Lichtenberg liegt.

Zur Kirche gehörte ein Schwesternheim. Angesichts der Not nach dem Krieg, nahmen sich die Schwestern der Kinder der Umgebung an, versorgten sie mit Essen und so entstand der Kindergarten der Gemeinde. 1948 wurde das erste Gebäude dafür errichtet, 1987 ein neues und 2012 voll rekonstruiert und für weitere 30 Kinder erweitert.erweitert, so dass jetzt Platz für 60 Kinder vorhanden ist. Der Weg zur Kita führt an der Kirche vorbei.

Dann weist dieses Schild den Weg: Noch 18 m bis zum Eingang!

 

 

Neben der Eingangstür begrüßt dieser Kürbis die Vorbeikommenden, nicht als Halloween Grusel, sondern wie es auf dem Blatt daneben steht als „Herbstfreude“.

 

Beim Eintritt ins Haus fällt der Blick auf diese Pinnwand, auf der so groß Danke gesagt wird und die Buchstaben aus herbstlichem Material gestaltet sind.

 

 

 

Links an der Wand ist Maria mit Kindern zu sehen, rechts dieser Wunsch:

 

 

 

 

Dann kommen die Eintretenden in die Garderobe. Für die Kleinsten, die 1 bis 2-Jährigen, gibt es einen fahrbaren Garderobenschrank, so dass sie sich auch in ihrem Raum auskleiden können.

 

 

 Von der Garderobe gelangt man in die „Piazzetta“, die kleine „Piazza“, wo schon Teller mit dem Obstfrühstück bereit stehen. Durch große Falttüren zu zwei Nebenräumen rechts und links kann der Raum vergrößert werden, so dass die Kinder viel Raum haben, sich besser zu bewegen.

 

 

Der Blick fällt auf dies so schön gestaltete Bord mit „Herrn Fuchs“ an der Wand als Handpuppe.

 

 

Hier im Bauraum ermöglichen fahrbare Regale Spielecken für die Kinder zu schaffen, so dass viele gleichzeitig in ruhiger Atmosphäre spielen können.

 

 

Der Raum dahinter lädt die Kinder ein, sich auszuruhen und zurückzuziehen.

 

 

Dieser große Raum bietet dagegen viel Platz für Bewegung und zum Klettern.

 

 

 

Die Tür für den Raum der Kleinen, die „Mäuse“ ist für die Größeren tabu, die sich ansonsten in allen anderen Räumen und dem gesamten Gelände frei bewegen können. Wir spüren: Sie sind hier zu Hause und kennen sich aus.

 

 

 

Für die Kleinsten gibt es in ihrem Raum viel Schönes zum Spielen und hinten Matratzen zum Schlafen und Ruhen.

 

 

Hier ein Blick in die Toilette.

 

 

Der Blick durch eines der Fenster zeigt die Wasserrutsche, von der uns die Kinder erzählen, wie bei heißem Wetter dort Wasser runter fließt und sie runterrutschen und unten im Sand schön moddern können. Von dort oben sieht es so aus:

 

 


 

 

Links daneben eine andere „normale“ Rutsche ohne Wasser.

 

 

Auch von ihrem Baumhaus erzählten uns die Kinder.

 

 

Hier eine Schaukel und wieder Sand zum Spielen.

 

 

Auf dieses Pferd dürfen sich die Kinder setzten.

 


Als wir das Gelände betraten, waren die Kinder zusammen mit ihrer Erzieherin gerade dabei, hier die Weintrauben zu ernten. Doch nicht nur sie gibt es hier, auch Himbeeren, Äpfel, Johannisbeeren und andere Früchte zum Ernten, dazu interessante fremdländische Bäume, die der Pfarrer Herbert Glugla, während seines Dienstes in der Gemeinde von 1984 bis 2004 angepflanzt hat. Ihm verdankt die Kita sehr viel. Sein Name fällt immer wieder beim Erzählen. Auch im Pfarrbrief der Pfarrei "Heilige Theresa von Avila“, zu der St. Konrad gehört, wird seiner dankbar gedacht, denn er wurde in diesem Jahr heimgerufen.

 


80. Station am 16. Oktober:

 

Die Kirche St. Konrad von Parzham
in der Ahrensfelder Straße 79-81, 13057 Berlin

Nach der Besichtigung des Kindergartens der Gemeinde wurde uns durch Frau Schönau, die Leiterin der Kita, auch die Kirche noch gezeigt und darüber berichtet.

Zuerst wies sie uns auf diesen prächtigen Baum mit seinem schon so mächtigen Umfang hin, der jedes Jahr noch sichtlich größer wird und immer wieder beschnitten werden muss, um noch etwas von der Kirche sehen zu lassen. Dies, wie die Pflege des ganzen Grundstücks wird von Ehrenamtlichen der Gemeinde nun schon über viele Jahrzehnte geleistet.

Links neben der Kirche auf dem großen Kreuz steht: „Im Kreuz ist Heil“. Der so exakt geschnittene Tannenbaum dahinter wird zur Weihnachtszeit mit tausend Lichtern das Kreuz noch deutlicher sichtbar werden lassen als hier auf dem Foto.

Ihm gegenüber steht diese schöne Marienstatue.

Gegenüber dem Kircheneingang befindet sich dieser Brunnen mit einem Bekenntnis zu dem Licht des Evangeliums.

Beim Eintreten in den Kirchraum wird man von Heiligen Josef und dem Jesuskind begrüßt.

Vorn fällt der Blick auf dieses mit viel Gold gestaltete Altarbild, dass Jesus als den guten Hirten zeigt, der gerade ein Schaf aus Dornengebüsch befreit. Darüber ist das Symbol des Auges Gottes zu sehen. Wie alle Gemälde in dieser Kirche sind sie von Ruth Schaumann (1899 – 1955) geschaffen worden, einer uns bisher unbekannten, äußerst vielfältigen Künstlerin und Schriftstellerin, die als Kind an Scharlach erkrankte und dadurch taub wurde, doch das Ablesen von den Lippen erlernte. In ihrer Vielseitigkeit ist sie ein wahres Wunder Gottes.

Links vom Altarraum ist dieser Seitenaltar dem Heiligen Konrad von Parzham (1818 -1894) gewidmet, der sich als Pförtner des Klosters St. Anna in Altötting /Bayern aus tiefem Glauben 41 Jahre lang als ein solcher Menschen- und auch Kinderfreund erwiesen hat, dass er 1930 selig und 1934 heilig gesprochen wurde.

Rechts neben dem Altarraum wird vor diesem Marienaltar nicht nur zum Gebet, sondern auch eine Kerze anzuzünden, eingeladen.

An den Seitenwänden der Kirche sind die 14 Kreuzwegstationen durch Ruth Schaumann gestaltet worden.

In den Fenstern werden mit ihren Symbolen die 12 Apostel Jesu geehrt.

 

 

 

Hier ein Blick zur Orgel. Die Empore erhielt 1986 eine neue Brüstung im gotischen Stil.

 

Darunter auf der rechten Seite findet man viele Informationen zu den Aktivitäten und Veranstaltungen der Pfarrei Theresa von Avila. Auch steht dort das Taufbecken.

Es zeigt die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.

 

Wie die Kirche, so steht auch das hinter der Kita gelegene ehemalige Schwesternheim unter Denkmalschutz.

Grund dafür ist dieses Mosaik in der Hauswand, das eine Szene aus einer Heiligenlegende darstellt.
Ja, es gibt hier viel zu entdecken! Reich beschenkt sind wir wieder nach Hause gefahren. Übrigens hält der Bus 197 an der Haltestelle Radieschenweg direkt vor der Kirche. - Ein Besuch lohnt sich!


82. Station am 30.10.2023

 

Das Gemeindezentrum

der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Marzahn/Nord

in der Schleusinger Straße 12, 12687 Berlin

 

Von der Straßenbahnhaltestelle „Wuhletalstraße“ der Tram M8 und 16 führt ein breiter Weg direkt zum Evangelischen Gemeindezentrum, doch hohe Bäume im kleinen Park davor geben jetzt im Herbst erst allmählich den Blick darauf frei.

 

 

Wenn man näher kommt, fällt der 2013 eingeweihte Glockenturm in Auge. Ein solcher war zu DDR-Zeiten nicht genehmigt worden, wie man staatlicherseits auch darauf geachtet hatte, dass der Bau von den verkehrsreichen Straßen wie der Mehrower Allee aus nicht zu sehen war. Denn geplant war der Bau von Kirchen für das große Neubaugebiet ursprünglich nicht. Erst die finanzielle Hilfe der westdeutschen Kirchen machten dies möglich.

Hier ist der Haupteingang, wie auch der Hofeingang auf der gegenüberliegenden Seite behindertengerecht mit Automatiktüren ausgestattet.

 

Hell leuchten die Fließen des Fußbodens, die im gesamten Haus die ehemals dunkelroten, immer wieder brüchig gewordenen alten nun ersetzen.

 

Hier die Sitzecke im Foyer mit dem Blick ins Grüne und auf die „Arche“, eine Kletter- und Spielmöglichkeit für Kinder.

 

 

Im Kirchraum wurden die alten mit Stoff bezogenen Stühle durch neue, leichter zu pflegende ersetzt, wodurch sich allerdings die Akustik im Raum verändert hat. Der Altarbereich wurde durch dunklere Fliesen nun optisch hervorgehoben.

 

 

Gekommen waren wir, um den Christlichen Förerverein der Freundschaft e.V. kennenzulernen. Doch dann merkten wir, dass wir zu früh gekommen waren. Nicht am Montag, erst am Donnerstag der Woche waren wir verabredet. Doch Pastorin Sigrid Jahr, neu hier in der Gemeinde Marzahn/Nord seit April, ließ es sich nicht nehmen, für unsere große Gruppe Kaffee zu kochen, und nahm sich die Zeit, uns hier im „Gemeinderaum“ von der Gemeinde zu berichten. So waren wir nicht umsonst gekommen und die Frage, wann wir am besten als Förderverein „ZusammenLEBEN“ auf unserem Pilgerweg über unsere Heimatgemeinde berichten, hatte sich erübrigt. Denn dran war dies jetzt, hatten wir doch schon vereinbart, im Gottesdienst am 1. Advent, die Dokumentation über unseren Pilgerweg der Gemeinde zu überreichen.

 

 

Wir erlebten ein Haus mit viel Leben. Der schöne Achteckraum gegenüber dem Kirchsaal war durch die Handarbeitsgruppe „Nadel und Faden“ voll besetzt, die in Kooperation mit der Adventgemeinde der STA sich hier an jedem Montag trifft. Im sogenannten „Zuschaltraum“ (zum Kirchsaal) waren die Helfer der Aktion der STA  „Kinder helfen Kinder“ gerade dabei, die Spenden weiter zu transportieren. Draußen am Haus informierte ein großes hellblaues Plakat unter den Fenstern des Raumes über diese Aktion.

 

Auf großen Tafeln wird versucht, das, worüber drinnen gepredigt wird, den Menschen in der Umgebung näher zu bringen und verständlich zu machen.

 


 

Am Eingang zum Hof hängt ein großes Plakat „Selig sind, die Frieden stiften.“ Es weist so auch auf die Bemühungen der Gemeinde zugunsten von Flüchtlingen aus der Ukraine hin.

 

 

Auch dem Hof erzählen die parkenden Autos von den gerade stattfindenden Aktivitäten hier im Haus. Die Bühne erinnert an Feste und Veranstaltungen, die hier stattfinden, wie an de nun schon traditionellem Adventsmarkt am 2. Advent dieses Jahres.

 

 

Auf der anderen Seite des Geländes werden in diesem hell erleuchteten Schaukasten mit großer Schrift die Vorübergehenden zu den Gottesdiensten der Gemeinde sonntags um 10.30 Uhr eingeladen.

 

Ja, und dann war es soweit: Im Gottesdienst am 1. Advent konnten wir unsere Dokumentation der ersten 80 Stationen unseres Pilgerweges Pastorin Jahr überreichen.

 

 

„All unsere Wege können zu Emmaus-Wegen werden, bei denen der Auferstandene uns begegnet“ steht über dem Foto vom Ölberg aus auf den Tempelberg in Jerusalem. Darunter: „Der Weg bis 2033 ist genauso wichtig, wie die Oster-Feierlichkeiten 2033.“

 

Das Titelblatt innen ist ein Foto auf unseren so vielgestaltigen Stadtbezirk und das Gebiet der beiden Kirchengemeinden Marzahn und Marzahn/Nord vom „Grobsteig“ (des alten Dorfs Marzahn) auf die Hochhäuser Richtung Mehrtower Allee und das neugebaute Viertel an der Rudolf-Leonhard-Straße der Gemeinde Marzahn/Nord.

 

 

Durch Orgel, Geige, Querflöte und Gesang wurden wir auf die kommende Zeitwunderbar eingestimmt. Mit dem Lied „Wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir,..“ wurde zur Übergabe der Dokumentation übergeleitet. Ja, darum geht es! Ihm, Jesus, dem Auferstandenem zu begegnen und mit ihm auch in unserem Alltag und in dem als so atheistisch geprägt geltendem Stadtbezirk zu rechnen, mit seinem Geist, der unter uns wirkt.

Noch Ende des Sommers hatten wir gemeint, den Pilgerweg damit nun beenden zu können. Aber es zeigte sich, dass es doch noch mehr christliche Orte und Gemeinschaften in unserem Stadtbezirk gibt, als wir annahmen. Rund 20 warten noch auf uns. Da dies in diesem Jahr nicht mehr zu schaffen war, wollen wir ab März weiter unterwegs sein und darüber berichten.

Im Anschluss an den Gottesdienst saßen wir in großer Runde im Achteckraum bei Kaffee, Tee, Gebäck und regen Gesprächen beieinander, während im Kirchraum schon der nächste Gottesdienst begann, der Gottesdienst einer jungen russlanddeutschen Gemeinde, entstanden aus der Brüdergemeinde, die wir auf unserer 11. Station 2020 im Gemeindehaus Alt-Marzahn besuchten. - Ja, in diesen vier Jahren ist viel passiert, hier in der Gemeinde Marzahn/Nord und auch in anderen Gemeinden. Manches gibt es nicht mehr, anderes ist neu entstanden. Auch aus diesem Grunde ist es wohl wichtig, weiter auf dem Weg zu den Schwestern und Brüdern im Glauben zu bleiben.


 

 

83. Station am 2.11.2023:

 

Der "Christliche Förderverein der Freundschaft e.V." und seine Ukrainehilfe

im Gemeindezentrum

der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Marzahn/Nord

in der Schleusinger Straße 12, 12687 Berlin

 


Das lichter werdende und fallende Laub der Bäume ermöglicht jetzt im Herbst den Blick auf das Evangelische Gemeindezentrum Marzahn/Nord, wenn man von der Straßenbahnhaltestelle „Wuhletalstraße“ der M8+16 aus in Richtung der ehemaligen Landstraße Richtung Falkenberg schaut.

 

Der Weg führt am Grundstück der Gemeinde und dem Pfarrhaus entlang. Da fällt das seit einiger Zeit vor dem Haus aufgestellte große graue Zelt auf. Finanziert wurde es durch den Evangelischen Kirchenkreis Süd-Ost . Die Gemeinde Marzahn/Nord hat dem "Christlichen Förderverein der Freundschaft e.V." den Platz hier dafür zur Verfügung gestellt und unterstützt schon seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine Hilfstransporte dorthin und Flüchtlinge. Dabei geht es vor allem auch um die Unterstützung der vielen Binnenflüchtlinge in der Ukraine, die alles verloren haben und sich in der Fremde unter viel schwierigeren Bedingungen als hier in Deutschland wieder einen eigenen Hausstand aufbauen müssen.

 

Weil es früh dunkel wird, besichtigten wir zuerst das Zelt von innen. Alle Spenden sind schon sortiert worden und für den Transport vorbereitet. Über ein Dutzend Hilfstransporte wurden schon seit Beginn des Krieges durchgeführt.

 

 

Zurzeit werden insbesondere Wintersachen für die Ukraine gesammelt, aber auch Nützliches für ukrainische Flüchtlinge hier bei uns, die gerade eine Wohnung bekommen haben. So können auch Möbelstücke und Hausrat abgegeben werden.

 

Nicht nur eine Couch wurde schon gespendet, sondern zehn, rund 120 Stühle, 20 Schränke, Bettwächse, Gehhilfen, und vieles mehr. Eine Erleichterung für die Ehrenamtlichen ist es, wenn durch Kontaktaufnahme mit dem Verein über die im Gemeindeblatt angegebene Telefon-Nummer 0176-62181 888 ( auch Whatsapp) oder E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! das Abholen der Möbel abgesprochen würde, so dass sie gleich zu denen gebracht werden könnten, die sie benötigen. Schön ist es, wenn diejenigen, die etwas spenden wollen, wie jene, die etwas brauchen, an den Verein ein Liste einreichen.

 

Wichtig sind die Paletten, auf denen alles gelagert wird, denn bei Regen wird der Betonboden durch hereinfließendes Wasser feucht.

 

 

Auch Fahrräder und Laufräder für Kleinkinder wurden gespendet.

 

 

Im Anschluss an die Besichtigung des Zeltes saßen wir hier im Achteckraum des Gemeindezentrums bei Kaffee und Snacks beisammen. Frau Rothermel berichtete uns von der Gründung des Vereins vor einem Jahr und seiner Arbeit. Doch kann man schon bei diesen Hilfstransporten auf Erfahrungen durch eine mehr als zwanzigjährige Unterstützung von Kinderheimen und christlichen Gemeinden in der Ukraine zurückblicken. Die Unterschiede zwischen reich und arm sind in der Ukraine viel krasser sichtbar und spürbar als bei uns in Deutschland. So haben die Ärmsten an den Kriegsfolgen am meisten zu leiden. Davon erzählte uns Frau Rothermel konkrete Beispiele. Wir spüren, wie ihr als Sozialarbeiterin und Mutter von vier Kindern diese Arbeit ein Herzensanliegen ist.

 

 

Zum Schluss überreichten wir wie immer das Buch von Olivier Flleury „Jesus Celebration 2033. Das 2000 Jahr Jubiläum und die Auferstehung feiern“, luden ein, gemeinsam hier in Marzahn auf dem Weg dorthin zu sein, und dankten Frau Rothermel und ihrem Team für ihr Engagement, die freundliche Bewirtung und die Zeit, die sie sich für uns genommen hat. Ihre Gemeinde, die sonntags um 12 Uhr hier im Kirchsaal ihre Gottesdienste harmonisch in ukrainischer und russischer Sprache feiert, werden wir voraussichtlich im März besuchen und kennenlernen, wenn unser Pilgerweg wieder weiter geht.